Victoria – Teil 2 inkl. Abstecher nach South Australia

Nachdem wir die Great Ocean Road hinter uns gelassen haben nächtigen wir in Koroit – einem kleinen irischen Dorf mit Craft Beer Brauerei. Das Dorf liegt am Rande eines ruhenden Vulkanes in dessen Krater einige Spazierwege führen. Hier sehen wir neben Kängurus und Koalas auch unseren ersten Emu in freier Wildbahn.

Weiter geht es entlang der Küste nach Port Fairy wo wir zum Leuchtturm spazieren und dann nach Portland – auch hier gibt es wieder einen Leuchtturm. Unweit von Portland gibt es eine Basstölpelkolonie, die auf einem der Küste vorgelagerten Felsen brütet und die man aus der Ferne beobachten kann – die Aussichtsplattform ist witzigerweise genau hinter den Zielscheiben einer Schießanlage – also eigentlich in direkter Schusslinie. Mangels Fernglas geht es für uns bald weiter zum Cape Nelson – auch hier kann man bei einem ausgedehnten Spaziergang über das Cape den Leuchtturm aus allen Richtungen begutachten. In Cape Bridgewater gibt es zwei Robbenkolonien – eine Neuseeländische und eine Australische. Wir können vor allem den intensiven Geruch wahrnehmen – zu sehen sind sie kaum, dafür hüpfen einige Kängurus an uns vorbei. Es geht noch an einer Steinformation – dem Petrified Forest vorbei und dann heißt es frische Lebensmittel aufbrauchen, denn wir wollen über die Grenze nach South Australia. Es gibt also Jaffles zum verfrühten Abendessen damit wir unsere Avocados aufbrauchen – die dürfen nämlich nicht über die Grenze (um die Verbreitung von Seuchen innerhalb Australiens einzudämmen).

Wir verbringen einen Tag in Mount Gambier, einem Städtchen mit zwei ruhenden Vulkankratern die jetzt als Naherholungsgebiet dienen. Beim Spazieren im Krater sehen wir ein Echidna und auch wieder einige Kängurus. Weiter geht es zu einer Doline die intensiv bepflanzt wurde und so eine kleine grüne Oase bildet die Heimat für Possums ist. Wir fahren noch weiter bis nach Robe, eine kleine Küstenstadt und damit dem letzten Leuchtturm unseres Roadtrips. Was man hier auch gut sieht ist wie das Wasser sich langsam seinen Weg durch den Kalkstein bahnt – unweit des Gehweges ist ein riesen Loch – hier liegt noch an einem Eck ein kleines Gitter das wohl mal ein kleines Loch abgedeckt hat.

Mit Robe ist unser kleiner Abstecher nach South Australia auch wieder zu Ende und es geht retour nach Victoria – diesmal aber ins Hinterland. Wir fahren in die Grampians, wo wir uns den Campingplatz mit einigen Kängurus teilen. Im Regen wandern wir zum Pinnacles Lookout hinauf – oben ist mehr Aussicht als gedacht, allerdings ist der Wind eher ungemütlich und wir machen uns gleich wieder auf den Rückweg. Nach einer weiteren Nacht mit den Kängurus geht es nach Castlemaine – von hier ist es nicht mehr weit nach Melbourne. Wäschewaschen und Rucksäcke packen steht am Programm, denn morgen geben wir das Auto zurück. Wir lassen den Abend in der lokalen Brauerei beim open Mic ausklingen. Wir sehen ein Schild “Das Kaffeehaus – real viennese Cafe”, das müssen wir natürlich verifizieren und gönnen uns eine Wiener Melange in traditionellem Kaffeehausambiente. Wir plaudern mit dem Eigentümer (ein Badner) und bekommen eine Packung Mannerschnitten geschenkt – gegen Heimweh, so ausgestattet geht es nach Melbourne. Autowaschen, Tanken und dann heißt es nach 7.293 km Abschied nehmen von unserem treuen Campervan.

Nach acht Wochen im Campervan gibt es für uns wieder ein Bett in einem Hotel und geschäftiges Treiben in der Stadt. Wir verkosten die lokalen Biere in den Brewpubs, flanieren bei strahlendem Sonnenschein entlang der Southbank (der hiesigen Uferpromenade), genießen die Ruhe in der Bibliothek und fahren mit der gratis vintage Touristen Straßenbahn eine Runde durch die Stadt. Außerdem machen wir eine Führung im Parlament und an allen Ecken gibt es Street Art zu entdecken. Zur Abwechslung wird hier mal wieder in den Cafes gefrühstückt und dazu gibt es guten Kaffee – in Melbourne wird Kaffee besonders zelebriert.

Damit gehen 3 Monate Australien mit viel Vegemite, Milo, Timtams und Avo-Toast zu Ende. Ein Land in dem man lange Strecken zurück legen kann ohne irgendwo vorbei zu kommen, die Campingplätze vor lauter Dauercampern kaum Platz für richtige Camper haben, rechts abbiegen auf dem Highway an manchen Stellen erlaubt ist (und dadurch das Kreuzen der Gegenfahrbahn) und auch Radfahren darf man am Highway (am Pannenstreifen) – Überfahrten werden mit “cross here with care” ausgewiesen. Australien war das erste Land unserer Weltreise in dem wir zuvor bereits waren – wir haben aber trotzdem viel neues Entdeckt, denn auch die Ecken die wir schon kannten haben sich sehr verändert. Für uns gab es diesmal sehr viel lokale Tierwelt zu entdecken: Die vielen Kängurus und Koalas, die zwei Echidnas, den Kasuar in Daintree, den Emu in Koroith und nicht zu letzt die Zwergpinguine auf Philipp Island, die wir alle in freier Wildbahn beobachten konnten.

Victoria – Teil 1

Victoria empfängt uns mit Regen, wodurch unsere ersten Stops gleich mal ins Wasser fallen, denn unser Camper ist nicht auf die klassischen unasphaltierten Zufahrtsstraßen im Regen ausgelegt. Somit ist unser erster Halt Lakes Entrance mit einem Campingplatz direkt am Wasser, von wo aus wir die schwarzen Schwäne beobachten können. Ein Spaziergang entlang der vorgelagerten Halbinsel bringt uns zu einer Robbenkolonie, die wir entlang der Steine am Ufer und im Wasser beobachten können.

Nachdem das Wetter eher auf der regnerisch kalten Seite ist, gönnen wir uns mal Hot Springs – also quasi eine Therme. Hier gibt es eine Bio-Sauna (kein Nacktbereich, leider), ein paar warme Becken und als Highlight am Hügel ein paar Fässer gefüllt mit Thermalwasser. Nachdem es keinen Indoorbereich gibt weicken wir die meiste Zeit in den Ein-Personen-Fässern und fahren dann zu unserem gratis Stellplatz für die Nacht mitten im Wald. So richtig zum Durchschlafen kommen wir heute nicht, denn wir bekommen einen Mitbewohner – wahrscheinlich eine Ratte, die die meiste Zeit mit dem Abschaben vom Rost an unserer Karosserie beschäftigt ist und uns damit wach hält. Außerdem hat ihr das Kabel zu unserem linken Bremslicht wohl auch geschmeckt…

Als wir aufstehen sind unsere zum Trocknen aufgehängten Badesachen gefroren und unser neuer Mitfahrer immer noch da, also brechen wir mit zusätzlichem Beifahrer auf nach Bairnsdale. Hier spazieren wir durch die Stadt bevor wir dann ohne Auto mit der Fähre (für Fußgänger gratis) nach Raymond Island fahren. Hier sehen wir einen Kookaburra und 18 Koalas – die sich auch abseits des designierten Koala Trails herum treiben. Einen beobachten wir gerade beim Baumwechsel.

Nach einer Nacht Freecamping vom Strand nur durch eine Düne getrennt geht es nach Philipp Island. Hier sind wir am Abend bei der Penguin Parade – dem abendlichen Landgang der Zwergpinguine (Little Blue Penguins). Die Pinguine werden nur circa 33 cm groß und sind damit die kleinste Pinguinspezies. Nachdem sich zuerst ein einzelner Pinguin wagemutig alleine vom Meer ans Ufer hinauf in die Wiese getraut hat, bilden die weiteren Landgänger dann kleine Gruppen in denen sie an Land zu ihren Nestern watscheln. An Land können wir sie dann beobachten wie sie miteinander interagieren – es ist Paarungszeit, also gibt es viel Pinguinsex. Die restlichen Tage auf Philipp Island spazieren wir bei Wind und Wetter entlang der Küste und in den Wetlands.

Nächster Halt sind die Brighton Beach Boxes – viele kleine bunte Kabanen am Strand unweit von Melbourne. Hier können wir schon einen ersten Blick auf die Skyline von Melbourne werfen und genießen endlich mal wieder Zeit am Strand vor den bunten Badeboxen bei traumhaftem Wetter. Weiter geht es am Rande von Melbourne vorbei, zu einem Zwischenhalt in Geelong und der lokalen Brauerei weiter nach Torquay – der Surfhauptstadt Australiens und dem Startpunkt der Great Ocean Road.

In Torquay tummeln sich in allen Buchten die Surfer, die wir beim Spazieren entlang der Küste neben den Fischern beobachten. Den verregneten Vormittag vertreiben wir uns im Ripcurl Outlet und erstehen uns jeweils ein neues Badeoutfit – irgendwann werden wir schon wieder Badewetter haben. Dann geht es los mit der Fahrt entlang der Great Ocean Road und dem ersten Leuchtturm mit Blick auf den Eagle Rock, gefolgt vom Great Ocean Road – Bogen und Fish & Chips (wir fahren ja entlang der Küste, da gehört der fangfrische Fisch dazu). Gebaut wurde die Great Ocean Road nach dem ersten Weltkrieg von den heimkehrenden Soldaten, sie ist damit Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und Kriegsdenkmal in einem.

In Apollo Bay geht es ins Pub für lokales Craftbeer und nachdem wir morgens die Schafe (unsere Campingplatznachbarn) beobachtet haben geht es weiter zum Cape Otway an dessen Spitze natürlich wieder ein Leuchtturm steht. Wir erklimmen den Leuchtturm und fahren dann weiter entlang dem schönsten Teilstück der Strecke bis zu den Spots mit den bekannten Kalksteinformationen. Entlang der Gibson Steps geht es hinunter an den Strand, von wo aus man die ersten zwei Felsformationen Gog und Magog sieht. Weiter geht es mit The Razorback (einem langgezogen Felsen) und Loch Ard Gorge. Begutachtet haben wir natürlich auch die zwölf Apostel – von denen es nur noch 7 gibt – der frühere Name Sow and Piglets wäre somit eigentlich flexibler gewesen, war aber nicht klingend genug für einen geplanten Touristenmagneten. Nächster Stop (der auch schon weit weniger besucht ist) war die Formation London Bridge (auch schon zusammengebrochen), gefolgt von Bay of Islands und als Abschluss Childers Cove und damit dem Ende der Great Ocean Road.

P.S.: Falls sich jemand über das Schicksal unseres Mitfahrers Gedanken macht, wir vermuten, dass er bei unserem Zwischenstopp, während wir Koalas zählen waren, wieder ausgestiegen ist, da er vermutlich Richtung New South Wales und nicht nach Melbourne wollte.

New South Wales – Southcoast

Von Canberra geht es wieder an die Küste. In Narooma stoppen wir für einen Felsen mit einem Loch, welches an die Konturen von Australien erinnert – dem Australia Rock. Wir fahren außerdem durch viele kleine Dörfer (jedes hat mindestens eine Kirche) und nächtigen dann in Bermagui, einer netten kleinen Küstenstadt. Wir machen einen morgendlichen Küstenspaziergang und beobachten dabei die Einheimischen beim Whalewatching für Faule: mit dem Auto zum Aussichtspunkt fahren und ohne überhaupt auszusteigen vom Auto aus das Meer auf Wale absuchen. Wir spazieren zu den Blue Pools – zwei betonierte Pools direkt am Meer und mit Meerwasser gespeist – leider hatten wir die Badesachen nicht dabei sonst wären wir vielleicht doch rein gehüpft. Bei einem vorgelagerten Felsen hat es sich eine Robben-Kolonie in der Sonne gemütlich gemacht, die wir neben den passierenden Walen beobachten. Nach einer Portion Fish and Chips am Strand machen wir ausgehend vom Camel-Rock noch einmal einen kurzen Küstenspaziergang in traumhafter Kulisse. Am Weg zurück schlängelt sich eine Schlange vor uns über den Weg – möglicherweise eine der Giftigsten, so gut haben wir sie aber nicht erkannt. Nachdem wir der Schlange etwas Vorsprung gelassen haben ging es weiter und wir setzen unsere Fahrt Richtung Süden fort.

Wir sind inzwischen in einer beliebten Gegend für Austernzucht angekommen und spazieren entlang des Ufers des Merimbula Lake entlang der hießigen Austernzucht – die Restaurantpreise für diese Austern sind aber gesalzen. Nächster Halt ist Eden – von hier aus folgen wir dem Whale Trail – einem Küstenstück mit langer Waljagd Tradition. Wir fahren zum Boyd’s Tower von wo aus früher schon nach Walen ausschau gehalten wurde – auch wir sehen von hier aus einen Wal. Für uns ist das auch die letzte Walsichtung des Roadtrips denn wir verlassen New South Wales Richtung Victoria, und damit den Küstenabschnitt an dem entlang die Wale zu dieser Zeit unterwegs sind.

Canberra (Australian Capital Territory)

Von den Blue Mountains fahren wir direkt nach Canberra, die australische Hauptstadt. Gegründet, damit Melbourne und Sydney sich nicht streiten wer Hauptstadt wird, ist Canberra eine geplante recht beschauliche Stadt. Wir finden einen Campingplatz am “Messegelände” mit guter Öffi-Anbindung – von hier gibt es eine Straßenbahn die uns ins Zentrum bringt. Mit dem Bus geht es dann zum Parlament das gerade tagt – also können wir uns die spannenden Debatten beider Kammern anhören – die einen debattieren in einem nahezu leeren Raum über die Bewertung und Altersfreigabe von Filmen, die anderen über ähnlich Spannendes. Eine kleine Führung im Parlament machen wir auch mit und essen dann sogar noch in der Kantine zu Mittag, bevor wir uns ins Museum im alten Parlament begeben.

Das alte Parlament war von vornherein nur als Übergangslösung gedacht – aufgrund des beginnenden Krieges in Europa musste gespart werden und man hat vorerst nur ein Minimal-Parlamentsgebäude errichtet. Es gibt eine Ausstellung von politischen Karikaturen des letzten Jahres und auch die Möglichkeit, Briefe auf einer Schreibmaschine zu schreiben: An Abgeordnete oder Freude – das nutzen wir für letzteres – aber vielleicht lassen wir uns inspirieren und schreiben mal an ausgewählte Minister der Österreichischen Regierung – Vorschläge und Ideen hätten wir ja genug.

Ausklingen lassen wir den Abend in einer lokalen Brauerei bevor wir mit der Straßenbahn zurück zu unserem Campingplatz fahren.

New South Wales – Northcoast & Blue Mountains

Unser erster Stop im nächsten Bundesstaat ist Broken Head. Hier genießen wir einen ruhigen Nachmittag am Strand vorm Campingplatz – so viele soziale Kontakte und Termine hatten wir schon lange nicht mehr. Am nächsten Tag geht’s zum Leuchtturm in Byron Bay, wo wir natürlich auch wieder unser Glück beim Whale-Spotting probieren und wir wieder einige Wale an der Küste vorbei schwimmen sehen. Weiter geht’s zu einem kleinen abgeschiedenen Nationalpark-Campingplatz am Lake Arragan. Hier sind wir direkt am Teich und unweit vom Meer und genießen eine ruhige Nacht in Abgeschiedenheit – nur ein paar Kängurus treffen wir am Weg zum Plumpsklo. Nach einem Spaziergang am Strand verabschieden wir uns von den Kängurus und legen heute einiges an km zurück – auf der Strecke haben wir bei unserem letzten Besuch (vor 6 Jahren) schon manches gesehen. Mittagspause machen wir in Nambuca Heads mit Whale-Spotting und Strand, übernachtet wird etwas im Hinterland auf einem Showground bevor wir dann am nächsten Tag in Port Stephens landen wo wir einen Hügel zwischen den Buchten hinauf spazieren. Auch von hier aus können wir einige Wale sehen bevor wir dann unsere Jause vor den Magpies verteidigen müssen. Tags darauf geht es zu den Stockton Bight Sanddünen – das größte sich verändernde Sanddünensystem der Südhalbkugel. Im Meer vor den Dünen tummeln sich Surfer und Delfine, am Strand spaziert eine Kamel-Karavane mit Touristen beladen auf und ab und auf die bis zu 30 m hohen Dünen fahren die Touristen Busse um die Touristen zum Sandboarding zu fahren. Wir beobachten und genießen die Landschaft. Den Nachmittag verbringen wir in Newcastle. Eine sehr gemütliche Stadt die zum Flanieren einlädt. Wir holen uns ein Bánh mí – Vietnamesisch gibt es hier an jeder Ecke – und spazieren durch die Stadt. Neben dem Architektur-Mix gibt es hier sogar eine Straßenbahn – die erste die wir in Australien sehen.

Weiter geht es und wir sind in Sydney – zumindest ganz am Rand. Hier treffen wir uns in einem Park zum Brunchen mit einer Freundin. Dann verlassen wir die Metropole auch schon wieder Richtung Blue Mountains, wo wir im Megalongvalley einen gemütlichen gratis Campingplatz finden und von dort die Blue Mountains erwandern. Das Touristen Highlight hier sind die “Three Sisters” direkt von einem Aussichtspunkt zu besichtigen – kein Gehen erforderlich, entsprechend belebt ist es hier. Auf den Wanderwegen zwischen den Aussichtspunkten oder hinunter ins Valley ist dann nicht mehr so viel los.

Whitsundays bis Brisbane

Von Cairns geht es für uns entlang der Cassowary Coast weiter. Vorher mussten wir allerdings noch die Batterie im Auto tauschen, da auch nach mehrmaligem Aufladen am Campingplatz der Strom nach ein paar Stunden verbraucht war (und somit auch der Kühlschrank, wo die Bier lagern, nicht mehr kühl war). Da die Mietwagenfirma schon weit hinter uns lag und die nächste Filiale noch weit vor uns, haben wir die Batterie selbst ausgetauscht und das Geld erstattet erhalten. Es ist sehr regnerisch also sind wir recht schnell unterwegs Richtung Süden. Auch die Kasuare, die sich sonst so gerne am Mission Beach oder in Etty Bay am Strand am Picknick der Touristen bedienen, lassen sich bei unseren kurzen Zwischenstopps nicht blicken.

Was wir allerdings nicht auslassen wollen auf der Route sind die Whitsundays. Wir stoppen in Airlie Beach von wo aus wir durch die Whitsundays zum Whitehaven Beach segeln. Auch hier haben wir wieder Glück und können den Segeltörn ohne Regen genießen. Wir gehen auf Whitsunday Island an Land, wo wir den Blick auf den Whitehaven Beach genießen können und nachher selbst den weißen Strand entlang spazieren. Am Boot gibt es Burger und dann noch einen Stop am Rande des Great Barrier Reefs zum Schnorcheln. Die Quallen sieht man vom ersten Moment an vor der Brille – gut dass wir den schicken Stingersuit an haben – außerdem gibt es Korallen, einige Fische und sogar einen Rochen zu sehen. Wieder an Bord segeln wir noch zwischen den Whitsundays hindurch und können dann noch ein Buckelwalpärchen ganz nah an unserem Boot beobachten. Zum Sonnenuntergang laufen wir – mit einem kühlen Bier in der Hand, denn unsere Cruise war all inclusive – im Hafen ein.

Wir verlassen Airlie Beach und legen dann einiges an Strecke zurück, denn es regnet schon wieder. In Agnes Water und der “Town of 1770” begrüßt uns dann die Sonne und wir genießen eine Wanderung entlang der Küste. Außerdem geht es in den Paperbarkforest und zu einigen Aussichtspunkten. Übernachtet wird im Kangaroo Sanctuary – hier bekommen die Kängurus in der Früh und Abends Süßkartoffel kredenzt, für dieses Festmahl hüpfen sie von überall herbei (denn Zäune gibt es keine).

Wir machen noch in Bundaberg halt – hier wird der bekannteste Australische Rum hergestellt. Wir machen eine Führung mit Verkostung bevor wir noch einen gemütlichen Stop am Rainbowbeach mit Blick nach Fraser Island einlegen. Die größte Sandinsel lassen wir aus, ein mehrtägiges 4WD-Abenteuer ist nicht sonderlich budgetfreundlich bepreist. Für uns geht es gleich weiter nach Noosa, wo wir ein sonniges Wochenende mit Küstenwanderungen, Strand, Fish & Chips und Craft Bier verbringen. Bei unserem Küstenspaziergang sehen wir in der Ferne Delfine und Wale und direkt neben dem Weg ein Echidna. Es geht weiter entlang der Sunshine Coast wo wir uns in Cotton Tree einquartieren, leider wird die Sunny Coast ihrem Namen während unseres Aufenthaltes nicht gerecht – es regnet meistens. Wir machen einen Ausflug zu den Eumundi Markets, spazieren auf den Mount Coolum, entlang der Küste und treffen uns mit Freunden.

Am Weg nach Brisbane stoppen wir noch bei den Glashouse Mountains und machen eine kurze Wanderung zu einem der Gipfel. In Brisbane gibt es für uns mal einige Nächte Bett statt Bus – wir übernachten bei Freunden. Am Samstag fahren wir aus der Stadt hinaus und gehen gemeinsam wandern bevor wir den Abend in Brisbane am Fluss bei dem ein oder anderen Bier mit Blick auf die Skyline ausklingen lassen. Am Sonntag gehts in den örtlichen Tierpark wo wir die gesamte lokale Tierwelt beobachten können und am Abend gibt’s ein Barbeque – wir probieren erstmalig Kängurufleisch und schauen dann Damenfußball, denn heute spielen die Matildas – und gewinnen. Den Montag nutzen wir für einen Sightseeing Tag in Brisbane bevor wir am Dienstag wieder weiter ziehen und Queensland nach vier intensiven Wochen verlassen.

Far North Queensland – Daintree Rainforest (Cape Tribulation) & Great Barrier Reef (Cairns)

Von Townsville geht es noch einmal 7 Stunden mit dem Greyhound nach Cairns – dort holen wir unseren Camper ab der uns die nächsten 8 Wochen als zu Hause dient. Wir fahren noch weiter in den Norden, übernachten am Weg und nehmen dann die Fähre in den Daintree Rainforest – den wahrscheinlich ältesten Regenwald der Welt. Wir Campen hier zwei Nächte in Cape Tribulation – übersetzt: Kap des Mühsals, denn James Cook ist hier mit seinem Schiff auf Grund gelaufen und musste vor der Weiterreise erst die mühsamen Reparaturarbeiten erledigen. Endlose Strände – schwimmen ist nicht erlaubt da die Gegend als Highway der Krokodile zwischen den Creeks bekannt ist – aber es gibt traumhaft schöne und ziemlich leere Strände. Es gibt einige Spazierwege durch den Regenwald – wir versuchen die hier ansässigen Kasuare und Baumkängurus zu erspähen, leider ohne Erfolg – dafür sehen wir eine Python in den Bäumen rasten – den größten Feind der Baumkängurus.

Cape Tribulation ist der nördlichste Punkt unseres Roadtrips entlang der Ostküste – jetzt geht es Richtung Süden. Am Weg aus dem Nationalpark sehen wir dann – neben all den Schildern die auf Kasuare hinweisen – doch noch einen Helmkasuar vor uns gemütlich über die Straße spazieren.

Wir fahren weiter nach Kuranda, ein kleines “Bergdorf” – hier fährt auch Zug oder Seilbahn hin. Wir spazieren durch den Regenwald bis zu einem Aussichtspunkt auf die Barron Falls. Auf dem Wanderweg sind wir die einzigen – denn es gibt ganz in der Nähe des Wasserfall-Aussichtspunktes auch einen Parkplatz, der ist definitiv besser besucht als der Track durch den Regenwald.

Von Kuranda geht es weiter nach Cairns. Es heißt früh aufstehen, dafür spazieren wir zum Sonnenaufgang am Ufer entlang zum Hafen. Von dort geht es mit dem Segelboot zum Great Barrier Reef. Der erste Halt ist das Hastings Reef: Neopren angezogen, Tauchausrüstung angeschnallt und mit einem großen Schritt vom Boot ins Wasser – heute wird wieder getaucht. Wir sind eine kleine Gruppe: Guide, ein weiterer Tauchgast und wir beide. Es geht auf bis zu 11,5 m am Riff entlang, vorbei an coral nurseries und hinein in eine Höhle. Die Weitsicht war diesmal nicht so gut, wegen des Regens der letzten Tage war das Wasser eher trüb, aber wir haben trotzdem viele Korallen und Fische gesehen und heute blieb es zum Glück trocken. Es gibt Mittagessen am Schiff und dann geht’s weiter zum nächsten Spot des Great Barrier Reefs. Hier ist es eher seicht, also bleiben wir beim Schnorcheln und bewundern noch einmal die Korallenvielfalt bevor wir uns wieder zum Hafen aufmachen. In Cairns schauen wir heute das (weniger spannende) dritte und letzte Game der diesjährigen State of Origin, denn die Maroons stehen schon als Sieger der Serie fest nachdem sie die ersten beiden Spiele gewonnen haben.

Bevor wir Cairns verlassen geht es noch einmal zum Vermieter – unsere Stromversorgung im Camper via Batterie funktioniert nicht wirklich – während der Camper in der Werkstatt steht geht es für uns in eines der vielen Cafes und dann weiter der Küste entlang in den Süden.

Yunbenun (Magnetic Island)

Nach einer kurzen Nacht in Townsville genießen wir heute mal wieder ein leckeres Frühstück im Cafe und nehmen dann die Fähre nach Magnetic Island – eine knapp 52km² große Insel. Auf der Insel beziehen wir unser Zimmer – ein Zelt mit Doppelbett. Wir spazieren dann gleich den Strand der Goeffrey Bucht entlang bis zum felsigen Ende – hier wohnt eine Kolonie Rockwallabies. Die Kängurus sind hier sehr zutraulich – sie werden von den Touristen gut gefüttert. Bei einem der Wallabies konnten wir zwischendurch einen Blick auf das Baby im Beutel werfen. Wir teilen uns die Felsen mit den Kängurus und verbringen den Nachmittag gemütlich mit Blick aufs Meer.

Am Abend geht es ins nahe gelegene Pub, hier findet einmal die Woche ein Toad-Race (Kröten-Rennen) statt – wir haben den richtigen Tag erwischt und können dieses Spektakel heute verfolgen. Acht Kröten werden “versteigert”, Summen bis zu A$200 pro Kröte werden geboten, am meisten wird auf “Mango Madness” gesetzt – das Rennen gemacht hat aber eine andere Kröte.

Am nächsten Tag geht es mit dem öffentlichen Bus zur Horseshoe Bay. Wir genehmigen uns auch heute wieder ein Frühstück im Cafe und dann wandern wir zum nächsten Strand und dann entlang des Fort-Walks (in Australien kommen wir immer mal wieder an 2. Weltkriegsstätten vorbei – mehr als Ruinen sind meist nicht zu besichtigen). Der Fort-Walk ist aber vor allem wegen den dort lebenden Koalas interessant – wir sehen zwei Koalas in den Bäumen direkt am Weg – die ersten Koalas in freier Wildbahn. Wir entschließen uns den gesamten Weg nach Arcadia zurück zu wandern. Die ausgewiesene Koala-Gegend ist auf unserem Weg zwar schon lange vorbei, aber wir sehen noch vier weitere Koalas – davon ist einer noch ein Baby und hängt auf seiner Mutter.

Ein kurzer Aufenthalt auf Magnetic Island – aber voll von Kängurus und Koalas. Wir spazieren retour zur Fähre und es geht zurück nach Townsville. Dort lassen wir den Abend in der lokalen Brauerei ausklingen, wir beeilen uns um noch ein Happy Hour Bier zu ergattern und freuen uns dann, dass heute die Burger im Angebot sind.

Red Centre

Unser nächstes Ziel in Australien liegt 1500 km südlich von Darwin: Alice Springs. Mit dem Greyhound-Bus starten wir am Vormittag in Darwin und kommen nach 24 Stunden und 20 Minuten in Alice Springs an, wo wir uns gleich unseren Campingbus abholen, Vorräte einkaufen und Richtung Uluru fahren. Lange gerade Straßen mit viel nichts rundherum, einen kurzen Stop gibt es mit Blick auf den Artilla (Mt Connor), einer der drei wichtigen Plätze der Aborigines in dieser Gegend. Wir nächtigen in Curtin Springs – einer riesigen Rinderfarm die gratis Camping anbietet. Etwas untypisch für die Gegend: es regnet, in der Früh ist der Campingplatz eher eine große Lacke, die Flipflops der Nachbarn schwimmen an unserem Bus vorbei – wir haben aber Glück und können zumindest Fahrerseitig ins “Trockene” aussteigen. Für uns geht es aber ohnedies gleich weiter zum Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Aus der Distanz stoppen wir dann für den ersten Blick auf den eher silbrig-grauen Uluru der nur so von Wasserfällen überzogen ist – das hatten wir nicht erwartet. Wir machen eine Führung im Visitor Center in dem die Geschichten der Dreamtime rund um den Uluru präsentiert werden und wagen uns dann wieder hinaus in den Regen. Am Uluru (Ayers Rock) angekommen heißt es dann zwischen den Lacken hüpfen – Gummistiefel wären heute die bessere Ausstattung gewesen. Wir gehen entlang des Mala-Walks, bestaunen die seltenen Wasserfälle und erleben so einen Uluru der anderen Art – wir lesen, dass nur 1% der Touristen die Wasserfälle am Uluru zu sehen bekommen – zwar nass, aber etwas ganz besonderes. Mit dem Auto geht es dann einmal um den Uluru herum, der Wasserstand ist zwar bei manchen Teilstücken grenzwertig aber es geht sich für unser Auto gerade so aus. Ganz so kalt und nass haben wir uns den Winter hier nicht vorgestellt – am Campingplatz freuen wir uns heute besonders über die heißen Duschen. Die Wasserfälle am Uluru sind aber ein besonderes Erlebnis das wir sehr zu schätzen wissen.

Der Regen hat nachgelassen und wir spazieren am nächsten Tag den ganzen Base Walk, also einmal rundherum. Auch heute ist das Motto noch: such einen halbwegs trockenen Weg, aber wir kommen einigermaßen trockenen Fußes um den Uluru herum. Weiter geht es dann noch zu den nahegelegenen Kata Tjutas (Olgas) die dritte wichtige Steinformation der Umgebung. Der farbintensive Sonnenuntergang am Uluru bleibt uns leider verwehrt, es waren trotzdem ganz besondere Tage beim Wahrzeichen Australiens. Für gewöhnlich sind wir nach Sonnenuntergang ja schon am Stellplatz, heute ist eine Ausnahme dafür gibt es einiges zu sehen: es spaziert ein Kamel vor uns über die Straße, wir fahren an einer Eule die es sich am Asphalt gemütlich gemacht hat vorbei und die Augen eines Dingos leuchten uns vom Straßenrand entgegen.

Weiter geht es zum Watarrka Nationalpark mit dem Kings Canyon. Wir spazieren gleich nach der Ankunft den “Rim-Walk” entlang – gut dass es nicht heiß ist, der Zutritt wird nämlich bei Hitze nur bis 10 Uhr Vormittags zugelassen – Schatten wäre hier nämlich schwer zu finden. Bei “winterlichen” Temperaturen ist es ein gemütlicher Spaziergang durch die orange Landschaft mit ihren unglaublich schönen grau-grünen Pflanzen dazwischen.

Für uns geht es jetzt mangels 4WD die gleiche Strecke zurück nach Alice Springs und weiter zu den MacDonnell Ranges wo wir noch die letzte Nacht im Camper verbringen bevor wir zurück nach Alice Springs fahren. Hier wird heute Territory Day gefeiert, allerdings ohne uns – wir halten den Radius gering. Den nächsten Tag verbringen wir im warmen Reptile Centre. Hier können wir die giftigste Schlange Australiens hinter Glas bewundern und auch einige andere Schlangen, Echsen (unter anderem die cool ausschauenden Thorny Devils), Terry (ein Salzwasserkrokodil) und einige Geckos. Zum Streicheln gibt es einen Blue-Tongued Lizzard, einen bearded Dragon und eine Schlange. Am Abend treffen wir uns heute mit einem Bekannten von Theresias Highschoolyear beim Italiener – ein sehr gemütlicher und schöner Abend.

Am letzten Tag in Alice Springs spazieren wir noch ein bisschen durch die Stadt und entlang der Todd-Mall, sitzen den Regen im Kaffeehaus aus und nutzen dann noch ein Regenfenster um vom Anzac Hill von oben auf Alice Springs zu schauen. Am Abend geht es dann mit dem Greyhound von Alice Springs nach Townsville in Queensland – wo wir (inkl. Wartezeiten) ca. 30 Stunden später ankommen.

Northern Territory Top End

Wir sind in Australien, und damit dem zweiten Kontinent der Reise angekommen. Die Erkundung startet in Darwin – erstes learning: man benötigt immer (unabhängig vom Alter) einen Ausweis um Alkohol einzukaufen, es gibt im Northern Territory nämlich ein drinking-ban Register. In Darwin spazieren wir zur Bucht, besichtigen das Museum des Royal Flying Doctor Service und das Museum of the northern Territory – in Letzterem können wir Präparate sämtlicher Tiere die einen hierzulande umbringen wollen besichtigen: Redbackspider, Boxjellyfish, Saltwatercrocodile, … – aber natürlich bekommt man auch den harmlosen Teil der Tierwelt zu sehen.

Von Darwin aus geht es mit dem Auto in den Kakadu Nationalpark. Der Nationalpark ist ein UNESCO Welterbe und wird gemeinsam mit den indigenen Eigentümern verwaltet. Wir sind mit unserem Leihwagen zwar nicht ganz so professionell ausgestattet wie sämtliche Australier am Campingplatz, aber es schläft sich auch im Auto gut. Den ersten Abend genießen wir gleich den Blick über die Floodplains bis hin zum Arnhemland – ein Landteil im Eigentum der Aborigines wo diese noch traditionell leben und die Einreise nur mit Permit gestattet ist. In Ubir gibt es neben der tollen Weitsicht auch Felsmalereien zu besichtigen – Fische, Kängurus, Weiße mit den Händen in den Hosentaschen und den Rainbow Serpent – eine Gestalt aus den Entstehungsmythen. Beim Cahills-Crossing, der Flussüberfahrt ins Arnhemland haben wir dann unsere ersten lebenden Salzwasserkrokodile vom Ufer aus gesichtet. Die Flussdurchfahrt wird trotz Warnschildern und tatsächlich sichtbarer Krokodile von einigen Hobby-Fischern bevölkert. Auch in einem anderen Bereich des Parks gibt es noch Felsmalereien, außerdem machen wir überall wo man mit 2WD hinkommt einige kurze Bushwalks. Unser erstes Känguru sehen wir hier auch, es hüpft vor uns über die Straße als wir gerade vom Campingplatz losfahren und entlang des Kakadu Highways sehen wir auch Wildpferde und Esel. Nicht zu vergessen sind die Kakadus die eigentlich überall lautstark auf sich aufmerksam machen und vor allem in der Früh auf den Campingplätzen zu beobachten sind. Die Büffel sehen wir nur auf den Warnschildern, dafür kommen wir immer wieder mal an brennenden Parkabschnitten vorbei – die frühen Buschfeuer werden im Rautenmuster bewusst gelegt solange es noch nicht komplett trocken ist um späteren schweren ungeplanten Feuern vorzubeugen und das Land fruchtbar zu halten – so wird jedes Jahr der halbe Nationalpark “abgebrannt”, der Großteil des Bewuchses hält das aber aus (und die nicht resistenten Bäume werden ausgelassen).

Nächster Stop auf der Route ist Mataranka im Elisey Nationalpark. Hier gibt es thermal Pools – die sind zwar nicht wirklich thermal, aber laden mit ganzjährig angenehmen Temperaturen zum relaxen ein. Die Aussies kommen hier alle mit Poolnudeln um das weiken in den Pools maximal genießen zu können (so gut sind wir nicht ausgestattet, aber angenehm ist es auch ohne Poolnudel).

Nach dem kurzen Zwischenstopp geht es für uns zu aktiveren Tagen in den Nitmiluk Nationalpark – hier gibt es längere Wanderungen durch die Butterfly-Gorge, eine schattige Schlucht mit Schmetterlingen und entlang der Klippen bis wir zu Aussichtspunkten auf die Schlucht, durch die sich der Katherine River windet, kommen. Am Wasser stehen – wie wir es schon aus Kakadu und Darwin kennen – überall Warnungen nicht zu nahe ans Ufer zu kommen, da der Fluss von Krokodilen bewohnt ist (und da erst Anfang der Saison ist, sind die “Räumungsmaßnahmen” noch nicht überall abgeschlossen). Ein etwas abseits des Flusses liegendes “Rockhole” mit dem letzten Plätschern eines Wasserfalles gibt es in dem schwimmen erlaubt ist, hier kühlen wir zumindest die Beine ab. Mit der Dämmerung werden auch Unmengen an Flughunden wach, die unweit des Campingplatzes die Bäume bevölkern in die Nacht starten und als riesen Schwarm die Schlucht entlang fliegen. Einen Spaziergang machen wir hinauf zu den Edith-Falls – einigen Wasserfällen in dessen Becken schwimmen krokodilfrei möglich ist. Da man zum oberen Becken kurz wandern muss ist dort relativ wenig los, wohingegen sich im unteren Becken die Aussies mit ihren Poolnudeln tummeln.

Unser letzter Nationalpark ist Litchfield’s – auch hier baden wir unter Wasserfällen, machen kurze Bushwalks, flüchten vor den Moskitos und freuen uns an einem Campingplatz in der Früh sogar über Känguruh Besuch.

Geschlafen haben wir im Kofferraum von unserem Mietwagen, mit Tisch Sesseln und Gaskocher eine einfache aber absolut ausreichende Campingausstattung – mit dem Setup der Australier kann das natürlich nicht mithalten. Die Auswahl an Campinganhängern oder Campern hierzulande ist riesig – bis zum Boot am Dach haben die geübten Australier alles mit dabei für ihre ausgedehnten Camping-Urlaube. Wir haben die 12 Tage mit unserem “Camper” sehr genossen: Bushwalks, Sternenhimmel, Vogelgezwitscher, wunderschöne Landschaften und aufstehen und schlafen gehen im Rythmus der Sonne.

Wir geben unser Auto in Darwin wieder ab und gönnen uns heute mal wieder einen Restaurantbesuch: Fish and Chips im Frying Nemo mit Blick auf einen kleinen Yachthafen.