Nachdem wir die Great Ocean Road hinter uns gelassen haben nächtigen wir in Koroit – einem kleinen irischen Dorf mit Craft Beer Brauerei. Das Dorf liegt am Rande eines ruhenden Vulkanes in dessen Krater einige Spazierwege führen. Hier sehen wir neben Kängurus und Koalas auch unseren ersten Emu in freier Wildbahn.

Weiter geht es entlang der Küste nach Port Fairy wo wir zum Leuchtturm spazieren und dann nach Portland – auch hier gibt es wieder einen Leuchtturm. Unweit von Portland gibt es eine Basstölpelkolonie, die auf einem der Küste vorgelagerten Felsen brütet und die man aus der Ferne beobachten kann – die Aussichtsplattform ist witzigerweise genau hinter den Zielscheiben einer Schießanlage – also eigentlich in direkter Schusslinie. Mangels Fernglas geht es für uns bald weiter zum Cape Nelson – auch hier kann man bei einem ausgedehnten Spaziergang über das Cape den Leuchtturm aus allen Richtungen begutachten. In Cape Bridgewater gibt es zwei Robbenkolonien – eine Neuseeländische und eine Australische. Wir können vor allem den intensiven Geruch wahrnehmen – zu sehen sind sie kaum, dafür hüpfen einige Kängurus an uns vorbei. Es geht noch an einer Steinformation – dem Petrified Forest vorbei und dann heißt es frische Lebensmittel aufbrauchen, denn wir wollen über die Grenze nach South Australia. Es gibt also Jaffles zum verfrühten Abendessen damit wir unsere Avocados aufbrauchen – die dürfen nämlich nicht über die Grenze (um die Verbreitung von Seuchen innerhalb Australiens einzudämmen).



Wir verbringen einen Tag in Mount Gambier, einem Städtchen mit zwei ruhenden Vulkankratern die jetzt als Naherholungsgebiet dienen. Beim Spazieren im Krater sehen wir ein Echidna und auch wieder einige Kängurus. Weiter geht es zu einer Doline die intensiv bepflanzt wurde und so eine kleine grüne Oase bildet die Heimat für Possums ist. Wir fahren noch weiter bis nach Robe, eine kleine Küstenstadt und damit dem letzten Leuchtturm unseres Roadtrips. Was man hier auch gut sieht ist wie das Wasser sich langsam seinen Weg durch den Kalkstein bahnt – unweit des Gehweges ist ein riesen Loch – hier liegt noch an einem Eck ein kleines Gitter das wohl mal ein kleines Loch abgedeckt hat.




Mit Robe ist unser kleiner Abstecher nach South Australia auch wieder zu Ende und es geht retour nach Victoria – diesmal aber ins Hinterland. Wir fahren in die Grampians, wo wir uns den Campingplatz mit einigen Kängurus teilen. Im Regen wandern wir zum Pinnacles Lookout hinauf – oben ist mehr Aussicht als gedacht, allerdings ist der Wind eher ungemütlich und wir machen uns gleich wieder auf den Rückweg. Nach einer weiteren Nacht mit den Kängurus geht es nach Castlemaine – von hier ist es nicht mehr weit nach Melbourne. Wäschewaschen und Rucksäcke packen steht am Programm, denn morgen geben wir das Auto zurück. Wir lassen den Abend in der lokalen Brauerei beim open Mic ausklingen. Wir sehen ein Schild “Das Kaffeehaus – real viennese Cafe”, das müssen wir natürlich verifizieren und gönnen uns eine Wiener Melange in traditionellem Kaffeehausambiente. Wir plaudern mit dem Eigentümer (ein Badner) und bekommen eine Packung Mannerschnitten geschenkt – gegen Heimweh, so ausgestattet geht es nach Melbourne. Autowaschen, Tanken und dann heißt es nach 7.293 km Abschied nehmen von unserem treuen Campervan.




Nach acht Wochen im Campervan gibt es für uns wieder ein Bett in einem Hotel und geschäftiges Treiben in der Stadt. Wir verkosten die lokalen Biere in den Brewpubs, flanieren bei strahlendem Sonnenschein entlang der Southbank (der hiesigen Uferpromenade), genießen die Ruhe in der Bibliothek und fahren mit der gratis vintage Touristen Straßenbahn eine Runde durch die Stadt. Außerdem machen wir eine Führung im Parlament und an allen Ecken gibt es Street Art zu entdecken. Zur Abwechslung wird hier mal wieder in den Cafes gefrühstückt und dazu gibt es guten Kaffee – in Melbourne wird Kaffee besonders zelebriert.



Damit gehen 3 Monate Australien mit viel Vegemite, Milo, Timtams und Avo-Toast zu Ende. Ein Land in dem man lange Strecken zurück legen kann ohne irgendwo vorbei zu kommen, die Campingplätze vor lauter Dauercampern kaum Platz für richtige Camper haben, rechts abbiegen auf dem Highway an manchen Stellen erlaubt ist (und dadurch das Kreuzen der Gegenfahrbahn) und auch Radfahren darf man am Highway (am Pannenstreifen) – Überfahrten werden mit “cross here with care” ausgewiesen. Australien war das erste Land unserer Weltreise in dem wir zuvor bereits waren – wir haben aber trotzdem viel neues Entdeckt, denn auch die Ecken die wir schon kannten haben sich sehr verändert. Für uns gab es diesmal sehr viel lokale Tierwelt zu entdecken: Die vielen Kängurus und Koalas, die zwei Echidnas, den Kasuar in Daintree, den Emu in Koroith und nicht zu letzt die Zwergpinguine auf Philipp Island, die wir alle in freier Wildbahn beobachten konnten.















































































