Tokyo

Es ist Samstag, und wir sind nicht die einzigen die nach Tokyo fahren wollen, also dürfen wir die Aussicht auf den Fujisan noch etwas länger genießen bevor wir freie Plätze im Bus bekommen, dann geht es nach Tokyo und man merkt schon, dass hier mehr los ist.

Vom Busbahnhof nehmen wir den Zug zu unserem Hostel und dann gibt es eine super leckere Gyoza-Variation zum Abendessen – 11 verschiedene Geschmacksrichtungen alle so unterschiedlich und echt gut.

Der erste morgen und wir stürzen uns gleich mitten ins Geschehen. Es geht nach Ginza, die lokale Mariahilferstraße quasi – nur ein bisschen größer – aber zumindest heute am Sonntag auch eine Fußgängerzone. Hier reiht sich Shoppingcenter an Shoppingcenter, jedes Label das was auf sich hält hat natürlich sein eigenes Gebäude und es ist einiges los. Für Alex gibt es ein neues Notizbuch bevor wir uns zu Mittag mit Ramen verköstigen – wir haben es gut erwischt und es wartet nur eine 3 Personen Gruppe vor uns. Als wir das Lokal verlassen stehen sie schon in Serpentinen an. Wir erfahren, dass das hier ein sehr bekanntes und beliebtes Lokal ist – wussten wir vorher nicht, es war jedenfalls sehr gut. Nach so viel Window-Shopping gibt’s ein Bier und am Abend die tägliche Sushi-Ration.

Am nächsten Tag führt uns unser erster Stop zur Shibuya-Crossing: Es soll der am stärksten frequentierte Fußgängerübergang weltweit sein, an den stärksten Tagen spazieren hier bis zu 500.000 Leute über die Kreuzung – ganz so geschäftig ist es heute nicht, denn es ist Golden-Week (eine typische Urlaubswoche für Japaner in die einige Feiertage fallen) – es ist aber trotzdem einiges los. Schlange stehen kann man für ein Foto bei der nahegelegenen Hundestatue und auf der Straße düsen zwischendurch auch GoCarts vorbei. Wir spazieren selbst ein paar mal über die Kreuzung und dann geht es weiter in eine riesige Manga-Handlung. Auch hier gibt es wieder einige Shoppingtempel, einer davon bietet neben einem fancy-verspiegelten Rolltreppenaufgang auch einen gemütlichen Dachgarten – hier genießen wir etwas Ruhe und einen Kaffee.

Tag 3 und wir starten in der Früh beim Meiji-Schrein wo der Frühlingsbeginn gefeiert wird – unter anderem mit einer traditionell japanischen Theater-Aufführung, dann geht es durch Shinjuku – verwinkelte Gassen die als Partymeile dienen, ein Gozilla am Dach und eine enge Gasse gesäumt von kleinen Lokalen. Für uns geht es dann weiter zum Tokyo Dome: wir schauen uns ein Baseballspiel an. Es spielen die zwei Teams aus Tokyo gegeneinander: Giants vs. Swallows oder Handtücher vs. Regenschirme. Die Giants-Fans schwingen ihre Handtücher wenn gepunktet wird – bei den Swallows fangen mini Regenschirmchen zum tanzen an. Die Zuschauerränge werden von den Biermädels, die die unterschiedlichen Bierfässer im Rucksack haben und frisch zapfen versorgt. Nach gutem Start für die Giants holen die Swallows auf und gewinnen – die tanzenden Regenschirme gefallen uns eh besser.

Auch die nächsten Tage arbeiten wir uns von Stadtteil zu Stadtteil: Picknick in Roppongi und Bierfest beim Tokyo-Tower, Asakusa mit dem Senso-ji – Tokios ältester und bedeutenster Tempel – entsprechend viel los ist hier auch. Zuerst wacheln die Besucher sich den Rauch ins Gesicht und zum ganzen Körper und reiben sich quasi damit ein, dann stellen sie sich an um in der Haupthalle ihr Geld in die Spendenbox zu schmeissen – heute klingelt es hier nur so – es ist ein Feiertag und ein gutes Geschäft für den Tempel. Wir fliehen vor den Massen zum Flussufer und spazieren dann noch zum Skytree den wir uns aber nur von unten anschauen, denn es sind alle Tickets ausgebucht. Stattdessen geht es für uns am nächsten Morgen nach einem typischen japanischen Frühstück mit Lachs, Misosuppe, Reis und Beilagen auf die Aussichtsplattform vom Metropolitan Government Building – hier stehen wir zwar typisch Japanisch in der Schlange, dafür ist es gratis (und wir mussten auch nur eine halbe Stunde warten). Wir genießen die Aussicht von oben auf all die Ecken die wir schon zu Fuß erkundet haben. Zum Abschluss steht noch das TeamLab Planets am Programm – ein interaktives Museum.

Fast 5 Wochen Japan sind vorbei und damit die saubersten öffentlichen Toiletten – alle mit komplettem Spülsystem per Knopfdruck und mit “Privacy-Button” der mit Sound die Klo-Gang-Geräusche übertönt und natürlich mit beheizter Klobrille. Außerdem haben wir überwiegend in richtig tollen sauberen, ruhigen und gut ausgestatteten Hostels geschlafen – sogar im 20iger Schlafsaal konnte man bestens Schlafen – solang die Gäste überwiegend aus der Umgebung waren (also überall außer in Tokyo und Fujiyoshida wo viele, dafür weniger rücksichtsvolle, ausländische Touristen waren). Es gab leckeres Ramen und Supermarkt-Sushi und viel zu entdecken. Für uns geht es jetzt weiter ins nächste Land – wir werden die beheizten Klobrillen vermissen.

Fujiyoshida

Ein wichtiger Fotospot fehlt noch auf unserer Reiseroute: Fujisan – der symmetrische inaktive Vulkan, ein Heiligtum Japans.

Mit dem fast leeren Zug geht es von West nach Ost und bereits vom Zug aus können wir immer wieder Blicke auf den Fujisan erhaschen. Das letzte Wegstück legen wir mit dem Bus zurück. In Fujiyoshida hat man eigentlich von überall immer einen guten Blick auf den Vulkan, wir schnappen uns Onigiri und Bier im Supermarkt und spazieren gleich einen kleinen Hügel hinauf zu einer Pagode – der Spot von wo aus der Fujisan wohl am öftesten Fotografiert wird, so viel los ist dafür aber gar nicht. Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen abseits dem Aussichtspunkt und genießen von dort in aller Ruhe die Aussicht auf den Fujisan – das obligatorische Pagodenfoto machen wir aber natürlich auch noch bevor wir uns im Supermarkt unser Sushi-Abendessen holen.

Den nächsten Tag spazieren wir entlang der Uferpromenade am Kawaguchi-See bis zum Oishi-Park. Hier gibt es allerhand Blumenbeete als Vordergrund für die Fuji-Fotos. Hier ist dann gleich mehr los, es ist ja auch kein “anstengender Aufstieg” nötig sondern nur ein paar Schritte vom Busparkplatz zum Fotospot. Gemütlich sitzen und Aussicht genießen geht nicht, da wird man gleich als Fotograf für ein japanisches Pärchen eingespannt – und bis die Fotos den Ansprüchen entsprechen kann es dauern. Zurück in Fujiyoshida spazieren wir wieder zu unserem abgeschiedenen Aussichtsbankerl vom Vortag: Bier, Onigiri und ein wunderbarer Blick auf den Fujisan – was will man mehr.

Kanazawa, Takayama und Matsumoto

Diesmal geht es mit den lokalen Zügen weiter. Wir steigen 3 mal um, und fahren dabei mit dem Bummelzug durch die wunderschöne hügelige Landschaft. Kanazawa ist sehr gemütlich und ziemlich ausgestorben (vor allem im vergleich zu Kyoto). Bekannt ist Kanazawa vor allem für den Kenroku-en, einer der drei berühmtesten Gärten Japans. Wir spazieren durch das Samurai-Viertel zum Garten, flanieren vorbei an der Kotoji-Laterne und einigen anderen (weniger bekannten) Steinlaternen. Weiter geht es vorbei an der örtlichen Burg ins Altstadtviertel in dem die traditionellen japanischen Häuser das Straßenbild prägen.

Nicht weit entfernt liegt Takayama, wo wir mit einem Spaziergang am Rande der Stadt starten. Es geht durch einen kleinen Wald, der auch von Bären frequentiert wird – zumindest lässt sich dies aus den Hinweisschildern und der regelmäßigen Anordnung von Glocken, die man schlagen soll um sie zu vertreiben, schließen (gesehen haben wir keinen). Nach dem Waldspaziergang kommen wir zu verlassenen Tempeln und Schreinen (hier fehlen teilweise sogar die Boxen zum Geldeinwerfen), bevor wir uns in der Altstadt mit einer Portion Ramen stärken und uns dann dem Sake zuwenden. Man kauft sich ein Sakeglas und kann sich dann quer durch den Kühlschrank kosten – 11 verschiedene Sake warten darauf verkostet zu werden. Zeitgleich mit uns trudelt auch eine kleine bunt gemischte Reisegruppe bei der Sake-Brauerei ein – wir kommen ins Gespräch und für das regelmäßige auffüllen unserer Sake-Gläser ist gesorgt – ein langer Abend.

Eine Burg steht noch auf unserer Reiseroute: Matsumoto – das Gegenstück zur weißen Burg von Himeji – Matsumoto ist dunkel gehalten und es gibt hier sogar eine kleine Ausstellung antiker Waffen in der Burg. Außerdem ist diese Burg tatsächlich “Altbestand”, eines der wenigen Gebäude, welches nicht unzähligen Feuern zum Opfer gefallen ist.

Kyoto und Nara

Wege optimieren geht in Japan einfach: Zugverbindungen sind online übersichtlich zu finden, sind sehr pünktlich, fahren regelmäßig und es gibt auf den Bahnhöfen immer Schließfächer in unterschiedlichen Größen. Wir nutzen die Möglichkeit und fahren von Osaka nach Nara: In Nara gibt es Tempel und Schreine und dazwischen leben Rehe die hier als heilig gelten. Vor den vielen Reh-Cracker-Standln stellen sich Touristen und Rehe gleichermaßen an – so hat Reh die besten Chancen gleich als Abnehmer für die frisch erworbenen Cracker ausgewählt zu werden.

Wir schnappen uns wieder unsere Rucksäcke und weiter geht’s nach Kyoto. Im Hostel gibt es hier Hot-Dogs zum Frühstück, am Abend versorgen wir uns wie immer mit abgepreistem Supermarkt-Sushi. Kulturelle Orte ohne Ende, eine sehr schönes – etwas überlaufenes – altes Zentrum, Kyoto wurde aus gutem Grund bei der Wahl der Atombombenabwurforte ausgeschlossen. Ein Tag intensives Tempel und Schrein Programm inkl. spazieren entlang des Philosophenweges. Auch die anderen Tage bleibt genug zu Erkunden, wir starten in der Früh zum Fushimi Inari Schrein zu den Senbon Torii, was soviel heißt wie “tausend Tore” – und ebensoviele Touristen. Der Vorteil: es geht einen Berg hinauf – man braucht ja Platz um die vielen von Gläubigen bezahlten Torii aufzustellen – und das ist dann doch zu viel Anstrengung für den Durchschnittstouristen. Ebenfalls begehrt ist der goldene Pavillion. Ein Tempel umhüllt von Blattgold, nach einem schnellen Foto im vorbeigehen stellen sich die meisten aber schon bei den Läden um Essen oder Souvenirs zu erstehen an. Abends sammeln sich die Touristen mit ihren (Handy-)Kameras und geben die besten Paparazzi ab beim Versuch Schnappschüsse der Geishas und Meikas im Restaurantviertel zu ergattern – die meisten fahren deshalb verständlicherweise mit dem Taxi.

Osaka und Himeji

Weil das Bahnnetz abseits vom Shinkansen für unsere Tagesplanung nicht wirklich überzeugend ist gibt es für uns noch eine Shinkansenfahrt: Osaka – Himeji. Wir sind wieder mit dem Super-Express-Zug unterwegs und sind nach knapp einer Stunde am Ziel. Wir sperren unsere Rucksäcke in ein Schließfach am Bahnhof und machen uns auf zur Burg Himeji. Schon wenn man den Bahnhof verlässt sieht man die Burg am Ende der Straße – ein Stadtplan ist hier hinfällig.

Die Burg Himeji ist die einzige die tatsächlich noch “alt” ist – die meisten anderen Burgen wurden nach altem Vorbild nach dem Krieg wieder aufgebaut. Wir erkunden das Gelände der Burg, spazieren durch die Schlafgemächer früherer Bewohner und zum Abschluss geht es in die Burg selbst über steile Treppen hinauf, und wieder hinunter – der Rückweg ist für den ein oder anderen eine sehr große Herausforderung. Wir hätten ja erwartet, dass in der Burg das ein oder andere Ausstellungsstück zu besichtigen ist – allerdings war die bis auf ein Bild einer Rüstung und zwei Speere komplett leer (da haben sich manche umsonst durchgequält).

Von Himeji geht es am Nachmittag gleich weiter nach Osaka. Auch hier gibt es eine Burg, die wir diesmal ausschließlich von außen bewundern. Wir spazieren an Shinto-Schreinen vorbei, durch Shoppingarkaden, begutachten den Pokemon-Store, ein Geschäft das einzelne Sammelkarten von Pokemon-Decks zum Preis von Gebrauchtwagen verkauft, wundern uns über die vorliebe zu ausgestelltem Plastikessen die hier noch mit überdimensionalen Hausverzierungen ergänzt wird und genießen die Aussicht vom Umeda-Sky-Buildung auf die Stadt. Es gibt eine Autobahn die durch den 4. und 5. Stock eines Hochhauses durchgeht, Dachgärten mit Gemüsebeeten, eine überdachte Parkfläche über den Gleisen des Bahnhofes und eine riesige Auswahl an Chinesischen Stäbchen.

Zum Abschluss geht es für uns in die Super-Nintendo-World. Eine Kulisse direkt aus der Kindheit. Ausgestattet mit Mario und Luigi Kappen spazieren wir durch die Welt von Supermario, und stellen uns gleich zweimal für Mario-Kart im Hochschaubahnwagen mit VR-Brille an. Außerdem schauen wir in der Welt von Spiderman und den Minions vorbei und durch Hogsmead bis nach Hogwarts. Die 4D Erlebnisse sind allesamt richtig gut gemacht – ein wirklich lustiger Tag.

Hiroshima und Itsukushima (Miyajima)

Nachdem uns der Shinkansen ruck-zuck nach Hiroshima gebracht hat nutzen wir den Nachmittag gleich für einen Spaziergang durch den Friedenspark mit dem Wahrzeichen von Hiroshima: der Atombombenkuppel.

Das “Gebäude” mit der Kuppel liegt in unmittelbarer Nähe zur Detonation der Atombombe, blieb aber relativ “unversehrt” – es ist noch als Gebäude mit Kuppel erkennbar. Es wurde erhalten und erinnert jetzt als Mahnmal an den Abwurf der ersten Atombombe. Im Park befinden sich noch einige andere Monumente und Statuen, sowie das Peace Memorial Museum, das wir uns am nächsten Vormittag anschauen. Drei Stunden verbringen wir im Museum, das sich den Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und der Atombombe selbst widmet. Nach so viel Berichterstattung über die Leidensgeschichten einiger Betroffenen ist die Sonne im Park sehr willkommen. Einen Tag nutzen wir für die Besichtigung der Burg Hiroshima und dem Shukkeien Garten, einem kleinen japanischen Park mit Teich, Brücken und vielen blühenden Sträuchern, ein gemütlicher Spaziergang. Wir spazieren durch die Stadt, genießen lokales Craftbier und gönnen uns zum Abendessen die lokale Spezialität: Okonomiyaki – zubereitet direkt vor unseren Augen auf der heißen Eisenplatte. In Hiroshima gibt es einige Okonomyaki Restaurants – und sogar ein Haus in dem drei Stockwerke von vielen kleinen Okonomyaki-Lokalen belegt sind, hier haben wir uns eins ausgesucht. Das Gericht besteht aus mehreren Schichten: Die Basis bildet eine Art Palatschinke, dann eine Schicht Kohl und dünn geschnittenes Schweinefleisch als nächstes kommt eine Lage Nudeln und dann gibt es noch eine Lage Omlette. Das ganze bleibt auf der heißen Platte und man sticht sich dann Stück für Stück kleine Teile auf den Teller und ergänzt mit Okonomyaki-Sauce – uns hat es sehr gut geschmeckt.

Mit der Straßenbahn und der Fähre geht es für einen Tagesausflug nach Itsukushima (auch Miyajima genannt). Die Insel ist bekannt für das (bei Flut) im Wasser stehende Torii zum Itsukushima-Schrein – der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Pilger durften sich der Insel früher nur per Boot nähern, der Shinto-Schrein mit seinem Torii war der reinigende Hafen bevor die heilige Insel betreten wurde (auch Geburten und Todesfälle waren auf der Insel verboten, spontan Sterben ist also keine Option) Nachdem wir die Fähre verlassen haben stehen wir bald zwischen einigen Rehen, die eine Vorliebe für die Sackerl der Touristen entwickelt haben. Ein Stückchen weiter können wir dann auch schon das große rote “schwimmende” Torii sehen. Weiter geht es für uns auf den (heiligen) Berg Misen, oben gibt es schöne Aussicht und Toast mit mitgebrachtem Dosenfisch als Mittagessen. Am Weg hinunter kommen wir noch an Tempeln vorbei bevor wir wieder am Torii ankommen, diesmal bei Ebbe und entsprechend umringt von Touristen – es ist ja einer der drei Top Fotospots in Japan. Ein lokales Bier hat die Insel auch, also gibt es die hier lokalen Austern und Bier zur Stärkung bevor wir die heilige Insel wieder verlassen.

Fukuoka

Wir sind in Fukuoka auf der Insel Kyushu in Japan angekommen. Fukuoka ist kulinarisch für Ramen bekannt – also haben wir uns gleich am ersten Tag einen solchen gegönnt – die Brühe wurde hier ganz schick im Syphon zubereitet. Nach der ersten Stärkung ging es dann auch gleich zum ältesten Shintō-Schrein der Stadt, dem Kushida Schrein. Hier können wir gleich einen Shinto-Priester beobachten der eine individuell bestellte Zeremonie abhält. Aber auch neben der Zeremonie kommen viele Gläubige zum Gebet. Das funktioniert hier mit Verbeugen und in die Hände klatschen. Als wir den Schrein verlassen läuft gleich eine Maiko (eine Geisha in Ausbildung) an uns vorbei, und wir steuern die nächste kulturelle Sehenswürdigkeit an, einen buddistischen Tempel. Abendessen holen wir uns im Supermarkt in der Convenience-Food-Abteilung: abendlich abgepreistes Sushi und dazu ein Bier.

Den nächsten Tag nutzen wir für die Besichtigung des hiesigen Shoppingcenters Canal City mit seinem zur Musik tanzenden Brunnen und der alten Festung – viel ist nicht mehr übrig, aber dafür gibt es viele Schilder die darauf hinweisen was hier mal gestanden ist. Von der Festung kann man noch die letzten Reste der Kirschblüte im Park beobachten und entsprechend auch die Besucher bei ihren Foto-Sessions mit den fast abgeblühten Bäumen beobachten. Weiter geht es zum Ohori-Park wo wir gemütlich den Teich entlang spazieren – die meisten anderen sind in Schwanen-Tretbooten unterwegs.

Was in Japan auffällt, es sind wieder mehr Kinder und kaum mehr Hundekinderwägen unterwegs – die wenigen Hunde die es gibt dürfen selber laufen.

Für die Weiterreise haben wir uns für den Nozomi Shinkhansen entschieden – der Nozomi ist Japans schnellster Hochgeschwindigkeitszug und das Attribut Super-Express-Zug ist bei jeder Ankündigung am Bahnsteig mit dabei. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde und die Gegend zieht nur so an einem vorbei, typisch für Shinkhansen-Fahrten ist eine Bento-Box – also haben wir uns eine solche natürlich vor Abfahrt noch erstanden für das komplette Erlebnis.