Von Pakse geht es mit dem Minibus in den Süden, wo der Mekong bis zu 14 km breit ist und die 4000 Inseln liegen – übersetzt: Si Phan Don. Ganz genau ist die Zahl wohl nicht, die Zahl schwankt abhängig von Regenzeit oder Trockenzeit. Mit dem Boot geht es zur Insel Don Det, eine der wenigen bewohnten Inseln. Hier treffen wir die reisenden Mönche – in Vientiane hatten sie uns eingeladen sie in Don Det zu treffen. Als wir ankommen, haben die Mönche gerade ihr Mittagessen beendet und einer der drei Mönche macht sich bereit für eine Zeremonie für die wartenden Inselbewohner. Es wird Wasser gesegnet, Kranke werden geheilt und als Nebenprodukt der vielen angezündeten Kerzen fällt eine Wachsplatte an, in der die Einheimischen Tiere für die hier gespielte Tierlotterie deuten. Während der Mönch seine Zeremonien abhält, bekommen wir Mittagessen.

Nach einiger Zeit Buddhistischer Zeremonien bekommt der Mönch eine Pause. Wir plaudern kurz, dann übersetzt er, dass die Leute von hier gerne wollen dass wir zu ihnen zwischen die Bungalows kommen und mit ihnen den Nachmittag verbringen. Der Mönch hat drei Kisten Bier gesponsert und die werden nun gemeinsam geleert. Wir sitzen alle auf einer großen Decke am Boden, die Mönche erhöht auf den Balkonen der Bungalows – Frauen dürfen nie auf gleicher Höhe mit den Mönchen sitzen. Laotisch sprechen wir nicht, die Laoten kaum Englisch, also verstehen wir nahezu nichts – aber die Laoten haben eine Freude mit uns – und Alex “langer” Nase. Zwischendurch übersetzt der eine Englisch-sprechende Mönch. So erfahren wir, dass heute eine große Party im Ort ist – und wir die Einheimischen dort hin begleiten sollen. Abends holt jemand Essen – keine Ahnung was es war – und dann brechen wir auf zur Party. Live-Musik, viele Standln, viele Leute und man kommt nicht weit ohne dass einem jemand einen Becher mit Bier in die Hand drückt. Wir tanzen noch ein wenig, machen uns dann aber bald auf den Weg in unseren Bungalow – die Mönche haben uns eingeladen morgen Früh mit ihnen in den Tag zu starten.

5:30 der erste Hahn kräht – bevor viele andere in den Chor einsetzten – Tagwache. Um 6:00 beginnt das “Almsgiving” – ein Spaziergang der Mönche um Almosen einzusammeln. Wir starten um kurz vor 6 um an die Nordspitze der Insel zu gehen – von dort starten die Mönche zum sammeln. Es war wohl für viele eine lange Nacht, es sind anfangs wenige an den Straßenrändern. Es finden sich dann aber doch einige ein mit einer Schüssel und einer Wasserflasche bewaffnet, manche auch mit Kerzen und warten bis die Mönche kommen. Die zwei Mönche die durch die Straße ziehen haben jeweils einen großen “Topf” für die Gaben. Als Frau darf man einem Mönch nichts direkt überreichen, und es sind nahezu nur Frauen am Straßenrand. Es wird Sticky-Rice, Obst, Cracker und Chips und natürlich auch Geld gespendet. Als die “Töpfe” voll sind wird in Plastiksackerl umgepackt und zwischengelagert, dann geht es weiter. Als der Straßenzug abgegangen ist gibt es auch schon das nächste Ziel: Frühstück – das wird den Mönchen natürlich auch gesponsert. Auf einer Veranda warten schon drei Decken am Boden als Sitzgelegenheit für die Mönche und eine Raclette-Hot Pot Kombination mit allerhand Beilagen. Die Mönche nehmen Platz, das Essen wird serviert – und alle schauen den Mönchen zu. Anschließend gibt es wieder einige Bänder ums Handgelenk und als die Mönche aufbrechen, dürfen alle anderen den “Rest” (es ist noch ausreichend da) verspeisen. Die Mönche reisen weiter, wir bleiben noch auf der Insel.


Die Insel ist ruhig, aber die vielen Bars und Backpacker-Hostels lassen erahnen, dass es auch mal anders war. Und es wird an manchen Ecken bereits wieder vorbereitet, geputzt um vielleicht doch bald wieder zu öffnen. Wir haben ein Restaurant in dem wir die meiste Zeit verbringen: sehr gutes Essen, gemütliche Atmosphäre und Blick auf den wenigen Bootsverkehr am Mekong.


Die restlichen Tage nutzen wir für eine Radtour rund um Don Det und Don Khon – die über eine Brücke erreichbare Nachbarinsel. Wir radeln bis in den Süden zum Denkmal für die hier einst lebenden Irawadi-Delfine. Vorbei an einer Brücke die zu einem Wasserfall und einem Fischerdorf führt: Geschlossen für Wartungsarbeiten – die Fischer benutzen sie trotzdem – uns scheint der Übergang dann doch zu abenteuerlich. Es ist wie so oft: sehr viel Leerstand, kaum Touristen dafür Reisfelder, Wasserbüffel, Kühe und Schweine und viele winkende Kinder die alle gelaufen kommen und uns mit “Hello” und “Sabeidee” begrüßen.
Wir sind nun an der südlichen Grenze von Laos angelangt und haben bereits einen Blick nach Kambodscha gewagt. Laos hat sich für uns als ein sehr schönes Land, mit beeindruckender Natur gezeigt. Die Leute hier waren auch zum überwiegenden Teil sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn sehr oft große Sprachbarrieren bestanden. Wir haben unser restliches Geld in der laotischen Währung nun vollends in US-Dollar getauscht und machen uns morgen auf den Weg zur kambodschanischen Grenze, wo wir dann am Abend in Siem Reap ankommen sollen.

































