Hiroshima und Itsukushima (Miyajima)

Nachdem uns der Shinkansen ruck-zuck nach Hiroshima gebracht hat nutzen wir den Nachmittag gleich für einen Spaziergang durch den Friedenspark mit dem Wahrzeichen von Hiroshima: der Atombombenkuppel.

Das “Gebäude” mit der Kuppel liegt in unmittelbarer Nähe zur Detonation der Atombombe, blieb aber relativ “unversehrt” – es ist noch als Gebäude mit Kuppel erkennbar. Es wurde erhalten und erinnert jetzt als Mahnmal an den Abwurf der ersten Atombombe. Im Park befinden sich noch einige andere Monumente und Statuen, sowie das Peace Memorial Museum, das wir uns am nächsten Vormittag anschauen. Drei Stunden verbringen wir im Museum, das sich den Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und der Atombombe selbst widmet. Nach so viel Berichterstattung über die Leidensgeschichten einiger Betroffenen ist die Sonne im Park sehr willkommen. Einen Tag nutzen wir für die Besichtigung der Burg Hiroshima und dem Shukkeien Garten, einem kleinen japanischen Park mit Teich, Brücken und vielen blühenden Sträuchern, ein gemütlicher Spaziergang. Wir spazieren durch die Stadt, genießen lokales Craftbier und gönnen uns zum Abendessen die lokale Spezialität: Okonomiyaki – zubereitet direkt vor unseren Augen auf der heißen Eisenplatte. In Hiroshima gibt es einige Okonomyaki Restaurants – und sogar ein Haus in dem drei Stockwerke von vielen kleinen Okonomyaki-Lokalen belegt sind, hier haben wir uns eins ausgesucht. Das Gericht besteht aus mehreren Schichten: Die Basis bildet eine Art Palatschinke, dann eine Schicht Kohl und dünn geschnittenes Schweinefleisch als nächstes kommt eine Lage Nudeln und dann gibt es noch eine Lage Omlette. Das ganze bleibt auf der heißen Platte und man sticht sich dann Stück für Stück kleine Teile auf den Teller und ergänzt mit Okonomyaki-Sauce – uns hat es sehr gut geschmeckt.

Mit der Straßenbahn und der Fähre geht es für einen Tagesausflug nach Itsukushima (auch Miyajima genannt). Die Insel ist bekannt für das (bei Flut) im Wasser stehende Torii zum Itsukushima-Schrein – der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Pilger durften sich der Insel früher nur per Boot nähern, der Shinto-Schrein mit seinem Torii war der reinigende Hafen bevor die heilige Insel betreten wurde (auch Geburten und Todesfälle waren auf der Insel verboten, spontan Sterben ist also keine Option) Nachdem wir die Fähre verlassen haben stehen wir bald zwischen einigen Rehen, die eine Vorliebe für die Sackerl der Touristen entwickelt haben. Ein Stückchen weiter können wir dann auch schon das große rote “schwimmende” Torii sehen. Weiter geht es für uns auf den (heiligen) Berg Misen, oben gibt es schöne Aussicht und Toast mit mitgebrachtem Dosenfisch als Mittagessen. Am Weg hinunter kommen wir noch an Tempeln vorbei bevor wir wieder am Torii ankommen, diesmal bei Ebbe und entsprechend umringt von Touristen – es ist ja einer der drei Top Fotospots in Japan. Ein lokales Bier hat die Insel auch, also gibt es die hier lokalen Austern und Bier zur Stärkung bevor wir die heilige Insel wieder verlassen.