Kyoto und Nara

Wege optimieren geht in Japan einfach: Zugverbindungen sind online übersichtlich zu finden, sind sehr pünktlich, fahren regelmäßig und es gibt auf den Bahnhöfen immer Schließfächer in unterschiedlichen Größen. Wir nutzen die Möglichkeit und fahren von Osaka nach Nara: In Nara gibt es Tempel und Schreine und dazwischen leben Rehe die hier als heilig gelten. Vor den vielen Reh-Cracker-Standln stellen sich Touristen und Rehe gleichermaßen an – so hat Reh die besten Chancen gleich als Abnehmer für die frisch erworbenen Cracker ausgewählt zu werden.

Wir schnappen uns wieder unsere Rucksäcke und weiter geht’s nach Kyoto. Im Hostel gibt es hier Hot-Dogs zum Frühstück, am Abend versorgen wir uns wie immer mit abgepreistem Supermarkt-Sushi. Kulturelle Orte ohne Ende, eine sehr schönes – etwas überlaufenes – altes Zentrum, Kyoto wurde aus gutem Grund bei der Wahl der Atombombenabwurforte ausgeschlossen. Ein Tag intensives Tempel und Schrein Programm inkl. spazieren entlang des Philosophenweges. Auch die anderen Tage bleibt genug zu Erkunden, wir starten in der Früh zum Fushimi Inari Schrein zu den Senbon Torii, was soviel heißt wie “tausend Tore” – und ebensoviele Touristen. Der Vorteil: es geht einen Berg hinauf – man braucht ja Platz um die vielen von Gläubigen bezahlten Torii aufzustellen – und das ist dann doch zu viel Anstrengung für den Durchschnittstouristen. Ebenfalls begehrt ist der goldene Pavillion. Ein Tempel umhüllt von Blattgold, nach einem schnellen Foto im vorbeigehen stellen sich die meisten aber schon bei den Läden um Essen oder Souvenirs zu erstehen an. Abends sammeln sich die Touristen mit ihren (Handy-)Kameras und geben die besten Paparazzi ab beim Versuch Schnappschüsse der Geishas und Meikas im Restaurantviertel zu ergattern – die meisten fahren deshalb verständlicherweise mit dem Taxi.