Nachdem das vorbestellte TukTuk, welches uns zum Bahnhof Luang Prabang bringen soll über 20 Minuten verspätet beim Hostel aufschlägt gibt der Fahrer dafür umso mehr Gas. Der Bahnhof liegt ca. 20 Minuten außerhalb der Stadt und steht dort ziemlich prominent – dafür aber sehr einsam – in der Landschaft. Mit dem Lift geht es vom Parkplatz auf das Gleisniveau und dann schnellen Schrittes über den Vorplatz zur Bahnhofshalle: “Your train is about to depart” sagt uns die Dame – wir schmeißen unsere Rucksäcke auf das Förderband zur Sicherheitskontrolle, werden gescant, marschieren durch den Personenscan – es piepst – klauben unserer Rucksäcke auf und laufen durch die riesige leere Bahnhofshalle zum Bahnsteig. Beschriftete Säulen zeigen die Waggonnummern an, wir steigen in Waggon 3 ein bevor der Zug 1 Minute vor der geplanten Abfahrtszeit abfährt. Nach nur einem Zwischenstop fährt der Zug keine 2 Stunden später in Vientiane ein, wo man von den Lautsprecherdurchsagen auch gleich zum Verlassen des Bahnhofsgebäudes aufgefordert wird. Mit dem öffentlichen Bus fahren wir zur Süd-Busstation wo wir während dem Essen genügend Zeit haben zu beobachten was man eigentlich so alles auf die Dächer von Bussen stapeln kann.
Wir setzen uns dann in die Wartehalle, wo nach kurzer Zeit ein Mönch anfängt mit uns zu plaudern. Wir bekommen dann jeweils ein Armband um das Handgelenk – ein Symbol aus der Baci-Zeremonie – welches alles Schlechte fernhalten und das Glück bewahren soll. Außerdem gibt er uns gleich für unsere Freunde und Familien Armbänder mit, damit wir ihnen dann auch in einer solchen Zeremonie die Armbänder und damit Glück umbinden können.


Der Sleeper-Bus welcher uns dann nach Pakse bringt hat 3 Betten-Stöcke, auf beiden Seiten vom Gang immer ein schmales Doppelbett – wer alleine reist bekommt einen Überraschungs-Bettpartner. Schlaglöcher katapultieren einen zwischendurch nahezu an die Decke, aber man kommt doch etwas zum Schlafen und so kommen wir in der Früh in Pakse im Süden von Laos an. Von dort geht es direkt zum vorgebuchten Hostel. Wir werden ins Doppelzimmer geführt, machen Bekanntschaft mit den dort wohnenden Insekten und verlassen das Hostel wieder. Der Eigentümer scheint nicht einmal verwundert und wir checken auf den Schock im Hotel ums Eck ein.

Wir spazieren entlang des Mekong und dann durch die Stadt, kommen an einem Viehmarkt vorbei, wo am Gehsteig Ziegen, Hühner und Schweine auf ihren neuen Eigentümer warten – eine kleine entdeckungslustige Ziege muss immer wieder zurück geholt werden. Sonst ist Pakse recht leer, es sind kaum Touristen hier. Am Abend genießen wir die Aussicht von der Rooftop-Bar am Hotel.
Am nächsten Tag mieten wir uns einen Motorroller und fahren zum Wat Phou, den Ruinen eines Khmer Tempels welche zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Die etwas regnerische Stimmung und die Wolken sorgen für ein mystisches Ambiente. Drei Etagen gibt es in dem Tempelkomplex – von oben sieht man bis zum Mekong.



Nachdem der Roller einen guten Eindruck hinterlassen hat, beschließen wir ihn für zwei weitere Tage zu mieten und einen Ausflug auf das Bolaven-Plateau zu machen. Wir fahren entlang des Pakse-Loops. Der erste Stop sollte ein Wasserfall sein, jedoch finden wir nur die Ruinen der ehemaligen Kassa und verfallene Bungalows – die Brücke von der man den Wasserfall sehen konnte existiert nicht mehr. Es geht weiter zu einer Kaffee- und Erdnussplantage wo wir frische Kaffeebohnen und Ameisen kosten. Wir beziehen unser Quartier in einem Bungalow auf einer Mini-Insel in einem See und spazieren noch zu zwei Wasserfällen – dem Tad Lo und dem Tad Hang. Gemeinsam mit zwei Australiern lassen wir den Abend ausklingen, bevor wir am nächsten Tag unsere Tour durch Kaffeeplantagen, vorbei an Kühen und Ziegen auf der Straße zum Tad Gneuang und zum höchsten Wasserfall von Laos dem Tad Fane (Fallhöhe 120 m) fortsetzen.


