Luang Prabang

Für die Rückreise aus Phonsavan gab es diesmal einen etwas größeren Bus, außerdem wurde ein Huhn in einem Karton am Dach transportiert. In Luang Prabang angekommen sind wir vorbei an der Tuk-Tuk-Armee zu Fuß ins Zentrum spaziert wo wir dann bereits die Mönche beim Platzieren der Laternen in den Tempeln beobachten konnten.

In Laos ist zur Zeit Vassa – die buddhistische dreimonatige klösterliche Rückzugszeit, welche jährlich in der Monsunzeit abgehalten wird. Das Ende dieser Zeit wird mit einem großen Fest, dem “Boun Ok Phansa” (Lichterfest) beendet. In Luang Prabang wird dieses Fest mit der Lichterbootparade ergänzt. Die Vorbereitungen für das Fest laufen und es werden Abends bereits jetzt jeden Tag die Tempel bunt erleuchtet. Die Mönche arbeiten untertags an den Drachenbooten für die Parade – Nagas in unterschiedlichen Farben und Formen. Am frühen Abend sieht man die Mönche dann die Laternen aufstellen, aufhängen und anzünden – ein wunderschöner bunter Anblick in der Dunkelheit, in jedem Tempel ein bisschen anders.

Bis zur Lichterbootparade haben wir einige Tage Zeit und so können wir in Ruhe alle 32 buddhistischen Klöster der Stadt sowie die Kolonialarchitektur besichtigen – beides zusammen Grund für den Status der Stadt als UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan, es gibt täglich einen Nachtmarkt mit großem Foodcourt und aufgrund des anstehenden Festes auch einen netten Markt mit Handarbeitsgütern der Umgebung.

Für die Lichterbootparade, welche laut Zeitplan von 17 bis 23 Uhr stattfinden soll ergattern wir um kurz vor 17 Uhr einen Platz direkt neben der Jury – da noch keine Jury anwesend ist und Zeitangaben in Laos ohnedies nur Richtwerte sind haben wir aber auch nicht mit einem pünktlichen Start gerechnet – allerdings lässt es sich mit Sitzplatz gut warten. Irgendwann nach 19 Uhr geht es dann los. Das erste Boot wird umringt von Laoten in traditionellem Outfit losgeschoben und startet die Parade. 32 Boote später – je Tempel eines – sind alle Lichterboote an uns vorbeigezogen und wir starten Richtung Mekong, wo die Boote ins Wasser gelassen werden gemeinsam mit Krathongs der Einheimischen. Krathongs sind kleine Gestecke – die Basis bildet eine Scheibe vom Strunk der Bananenstaude, welche mit Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen verziert wird. Diese kleinen Lichterboote sollen die Nagas (Drachen) im Wasser besänftigen.

Den Tag nach dem großen Fest nutzen wir für eine Tour in die Umgebung. Mit dem Boot fahren wir den Mekong hinauf bis zu den Pak Ou Höhlen – eine wichtige Gedenkstätte für die Buddhisten bei der sie sich einmal im Jahr anstellen um die unzähligen darin aufgestellten Buddhafiguren zu putzen. Von dort geht es weiter zum Mittagessen, wo wir auch zwei Elefanten mit Bananen versorgen durften, bevor wir zum Abschluss noch zu den Kuang Si Wasserfällen gefahren sind.

Nachdem unser Quartier unsere Abreise einen Tag später als gedacht eingeplant hat konnten wir somit noch einen letzten gemütlichen Tag in einem Cafe mit Blick auf den Mekong genießen bevor wir – diesmal komfortabel und schnell mit dem neuen Zug – nach Vientiane und von dort per Sleeping-Bus weiter in den Süden nach Pakse reisen.