Von Koh Phangan nach Chiang Mai

Die weiteren Tage auf der Insel halten wir den Bewegungsradius gering: Bungalow, Strand, Hängematte. Kulinarisch sind wir an unserem Strand bestens versorgt: Wir genießen in der Früh ein abwechslungsreiches Frühstück und Abends das köstliche thailändische Essen begleitet von thailändischem Bier und Sonnenuntergängen.

Nach einer wunderschönen Woche heißt es Abschied nehmen. Wir packen unsere Rucksäcke aufs Moped – Alex und die Rucksäcke im Eigenbau-Beiwagen, ich am Moped hinten drauf und Boris (der Manager unserer wundervollen Unterkunft) fährt uns zum Pier.

Zu Dritt mit schwerem Gepäck am Moped

Koh Phangan verlassen wir auf einer Autofähre nach Donsak, von dort geht es per Kleinbus zum Bahnhof in Surat Thani, diesmal Reisen wir mit dem Zug. Wir holen uns noch etwas zu essen – es wird eine lange Reise: quer durchs Land geht es via Bangkok in den Norden nach Chiang Mai.

Nachdem es in den Norden eine 2-tägige Reise ist gönnen wir uns die 2. Klasse – also einen Liegewagen. Das System ist einfach ein Waggon, entlang der Fenster sind die Betten angeordnet – man liegt also Parallel zum Gang, je Seite ein Bett unten und ein Bett oben. Wir haben unsere Betten oben, per Vorhang trennt man seine “Koje” ab.

Zwei Nächte später kommen wir gut ausgeruht um 7 Uhr in der Früh in Chiang Mai an und freuen uns auf die Dusche. Da wir erst zu Mittag einchecken können schlendern wir am Vormittag durch die Altstadt: ein Viereck umgeben von einem Graben und Resten einer Stadtmauer. Die Altstadt wirkt am Vormittag ruhig und eher ländlich. Als wir am Abend zur “Saturday-Night-Walking-Street” gehen ist schon mehr los. Wir holen uns WanTans und beobachten dann von unserem Unterstand den Regen während die Standler ihre Waren vor dem Regen schützen. 30 Minuten später lässt der Regen nach und wir schlendern noch die ganze Marktlänge ab bevor wir uns in eine Crafbeerbar setzen. Das mit dem auswählen der lokalen Biere aus der Karte ist nicht so leicht – aber schlussendlich findet der Kellner doch zwei Flaschen thailändisches Craft Beer im Kühlschrank.

Bangkok nach Koh Phangan

Tag 6 und somit unser letzter Tag in Bangkok startet mit dem 318 Stufen Aufstieg auf den Golden Mount. Ein künstlich aufgeschütteter “Berg” mit einem goldenen Chedi an der Spitze und Aussicht auf Bangkok. Oben angekommen gibt es noch eine überdachte Aussichtsplattform, in der wir den Regen, Sturm und das damit einhergehende Klangspiel der vielen Glöckchen entlang der Traufe abwarten. Sobald der Regen nachlässt, wagen wir uns wieder ins Freie in die oberste Etage und genießen den Rundumblick auf Bangkok im Regen. Nächster Stop: Pad Thai in einem kleinen Laden.

Nachmittags gibt es wieder einen buddhistischen Tempel: Wat Ratnada im Stil einer dreistufigen Pyramide gebaut. Das Vorbild stand in Sri Lanka, jedoch ist dieser nun der einzige erhaltene Tempelbau dieses Stils.

Bisher hatten wir es mit der Regenzeit ganz gut erwischt, da es meistens Nachts oder während wir im Museum waren geschüttet hat. Heute ist es erstmalig dauerhaft nass, also besichtigen wir zum Abschluss noch den Wat Bowon Niwet, gleich gegenüber von unserem Hostel und verschwinden dann im Trockenen, bis wir Abends zum Bus zur Weiterreise spazieren.

Wir finden uns überpünktlich bei dem genannten Treffpunkt zum Check In ein. Dann heißt es warten bis zum finalen Treffpunkt. Um 20:30 versucht jemand die weitere Vorgehensweise kund zu tun – verstanden haben die wenigsten etwas, aber die Menge bewegt sich, wir hinten nach. Der Tross bleibt bei 3 Bussen stehen, gewisse Leute werden Bussen zugeteilt, die anderen sollen noch warten – etwas chaotisch aber schlussendlich kommt auch ein Bus in den wir einsteigen dürfen, es wird immer wieder durchgezählt, dann werden Decken verteilt und wir fahren los.

Die Zeiten wo ich im Bus perfekt schlafen konnte sind offensichtlich auch vorbei, aber irgendwann kommen wir am Hafen an, wo wir nach einiger Zeit in unser Schiff nach Koh Phangan steigen.

In Koh Phangan spazieren wir gleich hungrig zum Food Market und gönnen uns ein Pad Thai, dann spazieren wir zu unserem Quartier.

Strand mit Schaukel und Hängematten sowie all day Happy Hour beim Bier – was will man mehr. Das Meer hat eher Badewannentemperatur – aber ein kurzes abtauchen im seichten Wasser ist trotzdem ein Genuss. Wir beziehen unseren Bungalow und genießen den Nachmittag in den Hängematten am Strand.

Tag 8 unserer Reise ist ein Tag purer Erholung am Strand, bevor wir uns Abends nach Thong Sala zur “Walking-Street” aufmachen. Essensstände tummeln sich neben Gewand und Souvenirständen. Wir kosten uns durch, bevor wir uns wieder gemütlich an unseren Strand setzen und den Abend in aller Ruhe ausklingen lassen, während die meisten zur Full-Moon-Party in den Süden strömen.

Den 3. Tag auf der Insel nutzen wir für eine Wanderung zum Phaeng Noi Wasserfall inkl. Jungle Trail. Nach einem Spaziergang zum Startpunkt werden wir mit Schildern von giftigen Insekten und von einem weiteren vor Affen gewarnt. Wir spazieren also los, kommen an einem Rinnsaal von Wasserfall vorbei, wandern zum Aussichtspunkt, und ab durch den Jungel. Affen haben wir gehört, wirklich gesehen aber nicht – die sind einfach zu schnell und posieren wollten sie heute nicht für uns.

Bangkok

Es ist immer noch heiß, also gönnen wir uns etwas angenehmes Klima im Siam-Shoppingcenter und kaufen die Dinge, die wir vor der Reise nicht mehr geschafft haben: Steckdosenadapter und Kernseife für die Wäsche. Mittags im Foodcourt heißt es aus unzähligen Essensausgaben auszuwählen und dann spazieren wir auf dem erhöhten Walkway entlang und beobachten den Stau von oben.

Wir kommen am stark frequentierten Erawan-Schrein vorbei – ein Schrein, um die Geister des Grundstücks zu vertreiben, da es beim Hotelbau auf dem Grundstück viele tödliche Unfälle gab. Dann kam der Schrein und von da an gab es keine tödlichen Unfälle mehr. 

Erawan-Schrein

Unser nächstes Ziel: Suan Lumphini, ein Park zwischen dem Stau und den Hochhäusern mit künstlichem Teich, der nach der Staustraße eine Beruhigung für den Geruchssinn und die Lunge bildet. Wir hätten uns ja gerne ein Bier gegönnt, allerdings darf zwischen 14:00 und 17:00 kein Bier im Supermarkt verkauft werden, Alkohol also nur bis Mittag und am Abend.

Lumphini Park

Den Tag schließen wir mit der Aussicht auf Bangkok von oben ab. Dafür geht es in eine Bar im 61. Stock. Hier gibt es auch thailändisches Craftbeer, das wir gemeinsam mit der Aussicht, dem Sonnenuntergang und der Skyline bei Nacht genießen.

Sonnenuntergang von der Moon-Bar

Der nächste Tag startet wieder mit einem Tempel: Wat Pho. Hier gibt es einen 45m langen liegenden Buddha zu sehen. Die liegende Position deutet an, dass er gerade ins Nirwana hinübergleitet. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das Tempelgelände vorbei an den 4 Chedi, einer dort untergebrachten Schule und vielen Buddha Statuen geht es auf zum Mittagessen.

liegender Buddha

Danach gibt es Geschichte und Kultur im Museum Siam “Decoding Thainess” und im Anschluss geht es quer durch den Flower Market (Pak Khlong Talat), wo unendlich viele Blumen und lose Blüten verkauft werden. Nach diesen Eindrücken geht es vorbei an den Garküchen fürs Abendessen und wieder retour ins Hostel.

Flower Market

Es ist Tag 5 in Bangkok und da wir inzwischen sogar den Unterschied zwischen normalem Bus (rot 8 Bath) und dem teureren Expressbus (orange 10 Baht) kennen geht es heute Richtung Chinatown. Zuerst gibt es wieder einen Tempel, diesmal ohne Kloster rundherum – das Highlight bildet eine angeblich komplett aus Gold gefertigte Buddha Statue 5,5 Tonnen schwer, 3m hoch im Wat Traimit. Im Anschluss geht es quer durch Chinatown entlang der Soi Wanit. Eine enge Gasse, in der sich Geschäft an Geschäft reiht, die Front entlang der Gasse meist keine 2 Meter breit. Die Gasse selbst ist auch keine 2 m breit, aber Mopeds und Fußgänger sowie die Präsentationstische der Geschäfte finden hier Platz.

Von Chinatown geht es zu Mittag direkt nach Little India zum Nepalesen für köstliches Curry, und dann weiter entlang des Sky Garden bis hin zur katholischen Kirche Santa Cruz – der Abwechlsung halber. Im Anschluss besuchen wir noch den nahegelegenen Tempel Wat Prayurawongsawat Worawihan, bei dem es eine kleine grüne Oase rund um einen Felsen gibt, wo sich Schildkröten, Mönche und wir im Schatten ausruhen.

Schildkröte in Wat Prayurawongsawat Worawihan

Der Bus retour hält sich diesmal nicht an die Route, also steigen wir aus und gehen doch zu Fuß weiter zur Khao San Road, wo wir pünktlich zur Happy Hour in der Hippie de Bar einkehren.

Jetzt geht es auf zu den Garküchen – und diesmal zu einem Stand mit ausschließlich Beschriftung in Thai, wir ordern – fragen noch was es ist – Antwort: spicy. Es war sehr gut, was auch immer es war. Zur Nachspeise holen wir uns noch ein Roti mit Bananen – auch sehr lecker. 

Ankunft in Bangkok

Als wir das Flughafengebäude verlassen haben, waren wir zuallererst einmal überwältigt von der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit. Mit dem Bus, welcher vom Flughafen nonstop ins Zentrum fuhr, haben wir auch recht schnell und einfach unser Hostel erreicht. Innerhalb der Stadt war es gefühlt noch heißer. Nach dem Check-in die Klimaanlage voll aufgedreht, geduscht und die Zähne geputzt.

Die ersten Querungen von Straßen sind ein Erlebnis, bei grünen Fußgängerampeln bleiben die Autos eher nicht stehen, zumindest nicht, wenn nur Rotlicht und Zebrastreifen dazu auffordern. Am Abend gibt’s Frühlingsrollen und WanTans aus der Garküche und dann geht’s müde retour ins Hostel. Ausschlafen.

Den ersten ganzen Tag beginnen wir gleich im Tempel Wat Suthat. Frisch renoviert strahlen die Mosaikverzierungen von der Fassade. Außen ein Laubengang mit Buddhas, in der Mitte der Gebetsraum mit Buddha. Die Locals nehmen sich eine Lotusblume, Kerzen und Räucherstäbchen, beten, entzünden diese und treten dann zum Gebet ein. Kurz vor dem Gebet ziehen auch wir unsere Schuhe aus und schauen uns noch um.

Wat Suthat

Mittags gibt’s Pad Thai in einem kleinen Restaurant am Fluss. Mit der Fähre geht’s weiter in die historische Altstadt von Bangkok zum Tempel Wat Arun. Leider ist der Aussichtsturm derzeit gesperrt, daher sind wir durch die Tempelanlage spaziert und haben uns immer wieder mal in den Schatten gesetzt um die Hitze besser zu verarbeiten.

Tempelwächter in Wat Arun

Am späten Nachmittag haben wir uns wieder Richtung Hostel aufgemacht. Bevor es zu regnen angefangen hat, haben wir uns noch etwas zu essen bei den Garküchen in der Nähe und zwei Bier im 7-eleven um die Ecke gekauft. Den Abend verbringen wir im Hostel mit der weiteren Reiseplanung.

Vorbereitungen

Am 02. September 2022 ist es endlich soweit, wir starten unsere große Reise und fliegen nach Bangkok. Derzeit sind wir jedoch noch am Wohnung ausräumen und treffen die letzten Vorbereitungen…