Die Abreise aus Malaysien vom Flughafen in Kota Kinabalu war diesmal nicht ganz so reibungslos: Der Mitarbeiter von Air Asia Philippines hat unser Gepäck nicht angenommen weil wir nur ein one-way Ticket gebucht haben und kein Ausreiseticket vorlag (und wie auch in sämtlichen anderen bisheringen Destinationen ist ein Wiederausreiseticket theoretisch Bedingung für eine Einreise – praktisch war es noch keinem Grenzbeamten wichtig genug danach zu fragen). Nachdem wir festgestellt haben, dass es auch self-drop-of Schalter gibt haben wir uns zu den nicht unbedingt sichtbar aufgestellten Automaten für die Gepäcksschleifen durchgefragt und wollten unser Gepäck am Automaten aufgeben – hat für Theresia funktioniert – für Alex aus unbekanntem Grund nicht, also mussten wir uns erst wieder anstellen. Diesmal haben wir einfach einen anderen Schalter angesteuert und siehe da für die Kollegin war es kein Problem Alex’ Gepäck anzunehmen. Es ging chaotisch weiter, wir mussten noch zweimal durch die Sicherheitskontrolle bevor wir am Gate ohne Toiletten oder Trinkbrunnen platz nehmen konnten – Form follows Function war bei der Flughafenplanung nicht oberstes Gebot. Mit einiger Verspätung konnten wir dann endlich boarden und fliegen nach 1,5 Monaten in Malaysien nach Manila in die philippinische Hauptstadt.
In Manila angekommen bestellen wir uns gleich ein Grab-Taxi – auch hier funktioniert das bestens per App – und fahren direkt in unser Quartier. Ausgeschlafen starten wir am nächsten Tag unsere Erkundung. Mit dem Zug fahren wir Richtung Innenstadt – für das Ticket muss man sich hier tatsächlich am Schalter anstellen – es gibt keinen Automaten, was noch auffällt – es gibt eine Sicherheitskontrolle am Stationseingang. Wir spazieren durch den Rizal-Park mit seinem Japanischen und Chinesischen Garten, beobachten eine kleine Parade vorm Rizal-Denkmal (José Rizal ist der Nationalheld der Philippinen) mit Militärmusik – was zelebriert wird konnte uns die Polizistin im Absperrdienst nicht sagen. Weiter geht es in die Altstadt, wo wir entlang der Stadtmauer spazieren mit einem Abstecher zur Kirche San Augustín, der ältesten Kirche der Stadt und zur Kathedrale – auch hier gibt es eine Sicherheitskontrolle am Eingang. Am anderen Ende der Altstadt spazieren wir durch die Reste des Fort Santiago, dann geht’s in einen Taproom – es gibt endlich wieder lokales Craftbier das verkostet werden will.



Beim Heimgehen dürfen wir gleich die kriminelle Seite Manilas streifen, hier leben viele Menschen auf der Straße – vor allem viele Kinder laufen herum und versuchen sich in Kleinkriminalität, auch bei uns – allerdings erfolglos.


Den nächsten Tag verbringen wir im Nationalen Museum – natürlich gibt es auch hier wieder einen Sicherheitscheck am Eingang. Am Nachmittag holen wir uns eine Jause die wir gerne am Strand gegessen hätten: Essen am Strand ist hier aber verboten – also jausnen wir schnell bevor wir dann durch den bewachten Eingang zum Strand gehen. Schnell stellen wir fest, dass unser Plan die Küste statt die Hauptstraße entlang zu spazieren nicht aufgeht – es gibt nämlich nur einen Ausgang vom Strand, also geht’s zurück auf die Hauptstraße und wir spazieren ein Stück bis wir ein Taxi bekommen, dass uns zur nächsten Craft Bier Bar fährt.
Manila ist spannend anders, die Kinder in ihren schönen Schuluniformen spazieren Tag für Tag an unzähligen Wohnungslosen vorbei. Tricycles die unter Tags Passagiere von A nach B fahren sind in der Nacht Schlafplatz für die jeweiligen Eigentümer – die Armut ist überall sichtbar und man wird auch ständig angebettelt – und doch gibt es mittendrin unverhofft nette und sehr schöne Cafes mit herzlichen Eigentümern und Gästen die einen mit Empfehlungen versorgen. Für uns waren es spannende drei Tage in der Hauptstadt, wir freuen uns aber auf die nächste Destination es geht zur Inselgruppe der Visayas.
