Von Kuching geht die Reise weiter in den Bako Nationalpark der per Boot zu erreichen ist. Am Weg zum Headquarter können wir vom Boot aus schon zwei Krokodile sichten – als wir dann vom Boot durchs Wasser an Land gehen ist zum Glück keines in der Nähe.

Wir checken in unserer Forest-Lodge ein und machen uns gleich auf den Weg auf einen der Trails. Die wichtigsten Infos, nicht schwimmen und nicht zu nah ans Wasser – werden wir beherzigen nachdem wir ja schon zwei Krokodile gesichtet haben. Wir starten los und treffen gleich mal auf eine Gruppe Bartschweine – die aufgewühlten Wiesen rund um das Camp zeugen von ihrer Futtersuche. Unser Trail führt uns gleich steil bergauf durch den Mangrovenwald, vorbei an fleischfressenden Kannenpflanzen und endet bei einem Aussichtspunkt auf einen schönen Strand und den “Kobra-Felsen”, eine Felsformation die auch das Symbol des Nationalparks ist. Dann geht es wieder retour ins Headquarter wo wir auf eine Gruppe Silberner Haubenlanguren treffen – niedliche dunkelgraue Affen mit fescher Frisur. Jetzt gibt es Abendessen – den Burschen der für die Aufnahme der Bestellung zuständig ist mussten wir zwar erst aufwecken, aber wir hatten Hunger.

Am Abend machen wir dann noch bei einer geführten Nachtwanderung mit. Spinnen, Stabheuschrecken, Frösche, Riesen-Ameisen, Fledermäuse und einen Vogel haben wir gesehen – die restlichen Dschungelbewohner haben sich versteckt, obwohl unser Guide richtig bemüht war. Der Nachtspaziergang war trotzdem toll – schon alleine die Geräuschkulisse war richtig beruhigend.
Am nächsten Tag in der Früh kommt man dafür an keinem Parkranger vorbei, ohne dass man gefragt wird ob man denn den Malaien-Gleitflieger schon gesehen hat und man wird mit viel Begeisterung hingeführt. Direkt neben unserer Lodge hat sich der kleine Gleitflieger mit seinen Glubschaugen oben am Baum seine Schlafstätte für den Tag gesucht.

Für uns steht an Tag zwei in Bako eine Rundwanderung durch den Park und damit auch durch die meisten im Park vertretenen Vegetationstypen am Programm – zusätzliche Abstecher führen uns auch heute wieder zu zwei Stränden: hier fällt vor allem der viele angespülte Plastikmüll auf. Nach 4 Stunden wandern durch den Nationalpark und nur einer Sichtung von ein paar Makaken ganz zu beginn hoch oben in den Palmen werden wir zum Glück wieder direkt am Rande vom Camp fündig: Nasenaffen – die vom aussterben bedrohte Affenart lebt ausschließlich auf Borneo. Wir beobachten die Gruppe Nasenaffen beim Abendessen in den Bäumen bevor wir selbst Abendessen und den Abend auf unserer Terasse mit dem Beobachten von Fledermäusen und Glühwürmchen ausklingen lassen.

Tag drei in Bako spazieren wir noch etwas in Camp Nähe herum und finden einen Affen weit oben auf einer Palme, weil er die Reste seiner Palmenfrüchte hinunter wirft. Mit der Zeit werden immer mehr Affen sichtbar und so können wir auch an unserem letzten Tag in Bako Affen beobachten. Außerdem sehen wir natürlich wieder die Bartschweine, die uns am Stand verabschieden als wir wieder zu unserem Boot spazieren das uns zurück fährt.

Wir hatten Glück so viele Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können: Krokodile, Silberne Haubenlanguren, Bartschweine, einen schlafenden Malaien-Gleitflieger, Makaken und vor allem auch die Nasenaffen.
