Von der Malayischen Halbinsel geht es mit dem Flugzeug nach Malaysisch-Borneo. Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Wir landen in Kuching, der Hauptstadt des Bundeststaates Sarawak und der größten Stadt auf Borneo.
Kuching bedeutet Katze auf malayisch – und der Name ist Programm man sieht viele Katzen: viele streunende Katzen und Katzenskulpturen – es gibt sogar ein Katzenmuseum (das haben wir aber ausgelassen). Die Stadt liegt am Fluss Sarawak, am Ufer steht prominent das auffällige Parlamentsgebäude mit seinem steilen goldfarbenen Dach, daneben die moderne Brücke, welche die beiden Flussufer zusätzlich zu den vielen sargförmigen Fährschiffen miteinander verbindet. Nicht weit entfernt “schwimmt” die Masjid India, eine relativ neue Moschee auf Pfählen im Flusslauf – mit weißer Fassade und türkiser Kuppel um einiges moderner als die rosafarbene Stadt-Moschee mit ihren goldenen Zwiebeltürmen.


Kuching hat ein belebtes Flussufer mit Streetfood, die Carpenter-Street mit netten Cafes und Bars und New Chinatown mit vielen Essensmöglichkeiten – kulinarisch gibt es also einige Möglichkeiten. Dazwischen lässt sich neben der Suche nach Katzenstatuen auch hier einiges an Street Art entdecken oder man flaniert durch die India Street mit den bunten kolonialen Häusern zu beiden Seiten. Eine Bootstour am Fluss machen wir auch, gemeinsam mit einer dreiköpfigen asiatischen Familie, die vor lauter Posieren und Fotos von sich machen vom vorbeiziehenden Ufer gar nichts mitbekommt – der Vater war am kritischsten und motiviertesten beim Posieren – wir haben uns das Lachen verkniffen. Einen Tag geht es für uns ins neue Borneo Cultures Museum und auch das kleine naturhistorische Museum schauen wir uns an damit wir wissen welche Tiere uns hier erwarten – im Museum zwar entweder ausgestopft oder nur das Skelett aber eine Idee bekommt man.

Mit dem gratis Elektro-Bus der Stadt geht es für uns ins Semenggho Wildlife Center im Naturschutzgebiet. Hier werden aus Gefangenschaft befreite und rehabilitierte Orangutans in die freie Wildbahn entlassen und mit Fütterungen unterstützt. Somit leben hier halbwilde Orangutans, die man mit etwas Glück zu den Fütterungszeiten an den Futterplätzen beobachten kann. Am Eingang steht schon wenig vielversprechend: Es ist Obstsaison – also genug Futter im Wald zur Verfügung und eine Sichtung somit unwahrscheinlich. Wir haben aber Glück und können die älteste Bewohnerin des Gebietes beobachten – ihr Lieblingsplatz ist die Bank am Sammelplatz der Touristen – und auch ein weiterer Orangutan bedient sich am Fruchtbuffet und schwingt sich durch den Urwald. Drei weitere Orangutans sehen wir außerdem etwas abseits der Futterplätze.


