Cusco und das heilige Tal

Die Erkundung von Peru starten wir in Cusco, wo es uns sofort gut gefällt. Quartier beziehen wir in San Blas, ein nettes Viertel am Hügel mit engen Kopfsteinpflastergassen und vielen kleinen Lokalen.

In unserem Hostel kann man es sich Abends mit Tee und Marshmallows am Feuer gemütlich machen und die Restaurantauswahl in Cusco ist riesig. Nach sehr gemütlichen ersten Tagen, in denen wir die Gegend rund um unser Quartier und den Hauptplatz auf eigene Faust erkundet haben wird es Zeit für eine Stadtführung mit lokalem Guide. Gemeinsam mit 4 französischen Mädels werden wir durch die Stadt geführt, verkosten Schokolade und genießen zum Abschluss Maracuja Pisco und Cheviche (roh marinierter Fisch mit frischem und geröstetem Mais) mit Blick auf die Stadt. Gemeinsam suchen wir uns dann gleich einen Touranbieter für den Salkantay Trek nach Machu Picchu – dazu gibt es dann aber einen eigenen Bericht.

Von Cusco aus sind neben Machu Picchu auch einige andere Inka Stätten gut zu erreichen, unter anderem Sacsayhuamán (was in der Sprache der Quechua zufriedener Falke bedeutet) am Rande von Cusco. Die zeremonielle Festung in der vermutlich Inkakrieger ausgebildet wurden erstreckt sich über 3.000 Hektar. Die charakteristischen genau aneinander angepassten riesigen Steine kann man hier in einer dreireihigen, in zickzack verlaufenden Mauer begutachten.

Nicht weit weg steht die etwa 8m hohe Statue Christo Blanco die ihren Blick über die Dächer von Cusco richtet und einen guten Ausblick auf die Stadt genießt – die Statue ist ja weniger Spannend, aber die Aussicht von hier auf die Stadt ist ganz fein.

Im heiligen Tal besuchen wir die Rundterrassen von Moray, jede Terassenebene hat ihr eigenes Mikroklima – man geht davon aus das die Terassen das Labor der Inkas waren um zu bestimmen welche Flächen sich für den Anbau bestimmter Kulturen am besten eignen.

Den nächsten Stop machen wir an den Salzterrassen von Maras. Hier schmiegen sich ca. 5.000 kleine Becken die von einer Salzquelle gespeist werden an einen Hang. Wenn das Wasser verdunstet ist kann das Salz geerntet werden – bis zu 150 kg Salz kann man in einem dieser Becken pro Monat ernten, der Salzabbau geht hier bereits auf Inka-Zeitalter zurück.

Es geht zu den Ruinen von Ollantaytambo, einer Festung die auch einen Tempel beherbergen sollte. Den nie fertiggestellten Tempel erreicht man über 200 Stufen – eine ziemliche Herausforderung für so manchen Touristen.

Den Abschluss unserer Tour durch das heilige Tal bildet Pisac mit seinen Feldterrassen (Andenerias). Das antike Feldanbausystem welches die Inka nutzten um den Anbau von Lebensmitteln am Berghang zu optimieren.

In Cusco selbst genießen wir es durch die steilen Gassen San Blas’ zu schlendern, am Mercado San Blas zu Essen oder Maracuja Saft zu trinken. Die Kirchen rund um den Plaza de Armas sind wie so oft in Südamerika meistens verschlossen – zumindest immer wenn wir daran vorbei gehen. Dafür sind die Schuhputzer sehr motiviert uns davon zu überzeugen unsere Schuhe zu putzen und auch zu reparieren: “possible fix”. Am San Pedro Markt holen wir uns des öfteren eine Tafel Schokolade – mit Coca oder Maras-Salz.

Zu sehen gäbe es noch genug doch wir entscheiden uns schweren Herzens unser gemütliches Hostel zu verlassen um noch andere Orte in Peru zu erkunden.