Córdoba

Der gemeine Österreicher verbindet Córdoba hoch erfreut mit Fußball, denn hier gab es das Wunder von Córdoba – wie uns Wikipedia informiert hat nennen es unsere Nachbarn die Schmach von Córdoba. Cordoba 1978, 3:2 für Österreich gegen West-Deutschland und die berühmte Moderationssequenz von Edi Finger: “Tor! Tor! Tor! Tor! Tor! Tor! I wer’ narrisch!”.

In Argentinien ist Córdoba für die älteste Universität des Landes bekannt, die Stadt gilt auch heute als Studentenstadt und wird auch La Docta – „die Gelehrte“ genannt. Gegründet 1613 von den Jesuiten befindet sich die Universität im Manzana de los Jesuitas (Jesuitenblock), dem Herzstück der Jesuiten-Missionen Südamerikas. Wir machen eine Führung durch den Kern des Jesuitenblocks in der wir die Jesuitenkirche La Companía de Jesús und die Universität mit der Universitätsbibliothek besichtigen. Die Führung gibt es sogar auf Englisch und ist sehr interessant – wir sind aber wieder einmal die einzigen Teilnehmer.

Cordoba liegt nahezu im Zentrum Argentiniens und lädt neben dem Jesuitenblock zum besichtigen weiterer Kolonialbauten ein. Typisch für Südamerika gibt es einen Hauptplatz um den sich einige wichtige Gebäude reihen – immer dabei sind eine Kirche und das Rathaus. Wir besichtigen die Kathedrale (Iglesia Catedral de Cordoba) und das Rathaus (Cabildo de la Ciudad de Cordoba) am Plaza San Martin. Etwas außerhalb vom Zentrum schauen wir uns auch noch die bunte Iglesia de Los Capuchinos an.

Auch in Cordoba gibt es einen Bahnhof, also probieren wir natürlich wieder unser Glück ein Ticket für den Zug zu bekommen. Zweimal die Woche fährt hier der Zug ab, leider aber auch hier wieder ohne uns – Zugfahren ist in Argentinien einfach nichts für Spontane.