Bariloche

Nachdem das regnerische Wetter in Chile anhält, ziehen wir weiter. Wir ergattern die letzten Sitzplätze im Bus und es geht einmal über die Anden nach Argentinien und damit ins nächste Land. Die Ausreise geht flott, dafür hat Theresia jetzt den Ausreisestempel unter Amtliche Vermerke (eine Aufgabe hätte der Grenzbeamte gehabt….). Dafür stand der Bus bei der Einreisegrenze ewig in der Schlange hinter den LKW, bevor unser Fahrer die Geduld verloren hat und wie sämtliche PKW auf der Gegenfahrbahn überholt hat.

Wir quartieren uns in Bariloche ein, wo wir endlich wieder Sonne haben. Bariloche liegt am Ufer des Nahuel Huapi, hat einiges an Craft Bier und Unmengen an Schokolade und vor allem ist es hier dank des Blue Dollar (dem Schwarzmarkt zum Geld Wechseln) endlich wieder einmal günstig für uns. Wir machen einen Ausflug zum Nationalpark Llao Llao, spazieren durchs Centro Cívico genießen das lokale Bier und natürlich auch Schokolade.

Nachdem die Bergwelt um Bariloche noch mit sehr winterlichen Verhältnissen aufwartet und auch die Wettervorhersage weiteren Niederschlag ankündigt sind keine Wanderbedingungen für unseren Ausrüstungsgrad in Sicht, also entscheiden wir uns weiter zu reisen.

Hoffnungsvoll spazieren wir zum Bahnhof und wollen Tickets für den einzigen Zug der hier fährt buchen. Zwei Mitarbeiter sitzen in der großen Bahnhofshalle an den Schaltern, wir bestellen, der Schaltermitarbeiter gibt die Daten ein …. und scheint überrascht: der Zug ist ausgebucht – man könnte meinen er hätte das bei einem Zug pro Woche auch ohne der Suchfunktion wissen können – zumal der Zug nicht nur diese Woche sondern zumindest bis Jahresende ausgebucht ist. (Wir fragen uns immer noch wozu 7 Tage die Woche zwei Mitarbeiter vor Ort sitzen die nichteinmal über die Buchungslage des nächsten Zuges informiert sind.) Wenn der Zug uns nicht will nehmen wir eben den Bus und fahren nicht an die Küste sondern bleiben im Landesinneren, und nachdem es im Süden noch kalt und viel zu regnerisch ist, geht es eben wieder in den Norden.