Siem Reap

Von Don Det aus geht es per Boot aufs Festland und dann mit dem Minivan zur Grenze. Wir spazieren zum Ausreiseschalter und übergeben Pass und Ausreisezettel: “Pay money! Pay money! – Two Dollar!” Mehr spricht der Grenzbeamte auf der laotischen Seite nicht – aber er lässt auch nicht locker, also zahlen wir brav 2 Dollar damit man den mit dem Ausreisestempel versehenen Pass wieder bekommt und weiter darf. Der Beamte auf der kambodschanischen Seite vom “Visa on arrival”-Schalter erklärt gleich wenn man kommt wofür man zahlt, nämlich 35 Dollar fürs Visum und 5 Dollar für den Stempel. Wir füllen jeweils 2x das Einreiseformular aus, zahlen 40 Dollar pro Person und bekommen dann den Pass mit Visum zurück mit dem wir dann zum Schalter für die Fingerabdrücke und den Stempel weiter gehen. Ein weiterer Kontrollposten prüft noch die Pässe und Dokumente und dann sind wir auch schon offiziell in Kambodscha, wo wir dann mal einige Zeit auf unseren Bus warten. Nach einmaligem Umsteigen, weil die Buszuteilung an der Grenze nicht ganz so strukturiert war, kommen wir in Siem Reap an und gehen dann gleich in die Pub Street – ein Straßenzug mit Restaurants, Bars und grell leuchtenden Schriftzügen, wo das Glas Bier um $1 zu bekommen ist.

Wir erkunden Siem Reap – und da das Time Out-Magazine gerade eine Bestenliste der Top-Stadtviertel veröffentlicht hat und Siem Reap hier vorne dabei ist, wissen wir auch schon wo wir beginnen: Wat Bo Village. Wir frühstücken in Ruhe, besichtigen den örtlichen Tempel und schauen uns den ein oder anderen Laden an, bevor wir Nachmittags in einem netten pflanzengesäumten Kaffeehaus einkehren.

Für die nächsten Tage haben wir die Tempelanlage Angkor am Programm, erster Stopp: Ticketshop. Sinnvollerweise liegt dieser weder in der Stadt noch direkt bei einem Tempel, sondern irgendwo dazwischen, aber dennoch nicht direkt am Weg. Wir nehmen uns also ein Tuk-Tuk. Obwohl der Fahrer uns am liebsten gleich eine Ganztagestour verkaufen will, fährt er uns dann doch “nur” zum Ticketschalter, um uns dort noch einmal von seiner Tour zu überzeugen. Wir bleiben dabei: zum 1. Tempel, dann gehen wir zu Fuß. Per pedes geht es für uns dann entlang der “Großen-Runde” zu den ersten fünf Tempeln von Angkor. Abends gibt es Craft-Bier im einzigen verbliebenen Brew-Pub der Stadt. Am zweiten Tag geht die Runde weiter, und wir erklimmen die nächsten 7 Tempel. Unter anderem sehen wir heute den Ta Prohm, bekannt als Schauplatz von Tomb Raider, mit den vielen Würgefeigen welche an, in und um die Tempelmauern wachsen.

Nach zwei Tagen Tempel machen wir einen Tag Pause in der Stadt, bevor wir den dritten Tempel-Tag mit dem Sonnenaufgang bei Angkor Wat starten. So wenige Touristen wie man sonst sieht, der Sonnenaufgang ist offensichtlich beliebt. Im Anschluss lichten sich die Reihen wieder. Wir besichtigen Angkor Wat von innen und danach die Tempel um Angkor Thom, bei denen sich auch einige Affen tummeln. Einer der Affen will Alex näher kennen lernen und hüpft zielstrebig zu ihm und klettert an seinem Rucksack nach oben.

Nach so vielen Tempeln nutzen wir die Chance und kühlen uns im Hotel-Pool ab bevor wir einen letzten gemütlichen Nachmittag und Abend in Siem Reap und seinen netten Cafes und Restaurants verbringen.