Nach einer Woche Strand und Surfen in Costa Rica geht es für uns in der Hoffnung auf günstigeres Reisen nach Nicaragua – genauer gesagt direkt nach Ometepe.
Der direkte Weg von Santa Teresa nach Nicaragua wird öffentlich leider nicht bedient, also fahren wir das erste Stück wie in Costa Rica weit verbreitet mit einem Shuttle-Bus und steigen dann in den öffentlichen Bus bis zur Grenze. Ausreisen – natürlich nicht ohne die Ausreisesteuer zu zahlen, dann zu Fuß weiter (Beschilderung sucht man hier vergebens) bis zum Grenzposten in Nicaragua. Hier zahlt man bevor man überhaupt ins Gebäude darf schon $1, dann noch $10 für den Touristenpass und $3 Steuer dann gibt es einen Stempel und wir sind eingereist (offiziell in das 22. Land unserer Reise, mit unserem Tag in Brasilien aber bereits Land Nummer 23). Von der Grenze nehmen wir wieder einen öffentlichen Bus bis nach Rivas, dann noch ein Taxi bis zur Fähre. Eine Stunde tuckert die Fähre dann über den Nicaragua See, bis wir auf Ometepe ankommen.

Ometepe ist eine Insel im Nicaragua See, seinerseits der größte Binnensee in Zentralamerika bzw. nach dem Titikakasee der zweitgrößte See Lateinamerikas. Ometepe ist 270m² groß und damit die größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee und besteht aus zwei Vulkanen: Concepción (1610m hoch und zuletzt 2010 ausgebrochen) und Maderas (1394m hoch, letzter Ausbruch unbekannt). Die beiden Vulkane bestimmen die Form der Insel – von oben gesehen schaut die Insel wie eine 8 aus.

Zum besteigen des Vulkans ist es uns eindeutig zu heiß, aber wir mieten uns ein Motorrad mit dem wir die Insel erkunden. Die Insel hat sogar einen Flughafen – die Hauptstraße geht mitten über die Landebahn, hinter dem Tower ragt der Vulkan Concepción empor. Wir halten bei der lokalen Schokoladefarm und genießen eine kalte Schokolade, machen einen Stop am Playa Mango (auch hier wieder mit Blick auf den Vulkan) und spazieren durch Charco Verde, ein kleines Naturschutzgebiet. Hier sehen wir einige Brüllaffen – sogar inklusive Baby-Affen und unzählige Blauhäher. Den Abschluss unserer Tour bildet ein Spaziergang entlang einer langen Sandbank (Punta Jesús Maria) mit Blick auf die beiden Vulkane der Insel – ein beliebter Spot für den Sonnenuntergang wir sind aber noch davor wieder weg denn es wird hier voll und außerdem sind die Straßen mit ihren Bremsschwellen, denen keine Warnfarben mehr anhaften, eher nichts für das Fahren im Dunkeln. Wir bringen unser Motorrad also wieder unfallfrei retour (scheint hier eher eine Seltenheit zu sein) und holen uns beim Lokal ums Eck unser Abendessen – ein kleines Lokal mit nur einem Gericht: Pollo Assado (gegrilltes Huhn) mit Bohnenreis, Krautsalat und Plátanos fritos (Chips aus Kochbananen). Hier geht ziemlich viel Huhn über den Grill und es sind vor allem Einheimische hier. Dazu gibt es noch einen frischen Fruchtsaft und dann geht’s auch schon ins Hostel um zu Entscheiden wohin es noch gehen soll.





