Pai

Von Chiang Mai geht es mit dem Mini-Bus 3,5 Stunden entlang einer kurvenreiche Strecke – angeblich über 760 Kurven – nach Pai. Dort angekommen sind wir schon mitten im Geschehen auf der Walkingstreet. Jeder Ort in Thailand der etwas auf sich hält hat eine Walkingstreet: Eine Straße die beidseitig von Garküchen und sonstigen Verkaufsständen gesäumt ist und dazwischen (fast) nur Fußgänger unterwegs sind. In Pai quälen sich dann doch öfter Autos und Mopeds durch, es ist hier nicht so groß und es fehlt wohl auch an Ausweichmöglichkeiten.

Unser Quartier für die kommenden Nächte liegt kurz nach der Walkingstreet, über dem Fluss. Wir spazieren also zum Ende der Walkingstreet um die Überreste der Brücke zu unserem Quartier zu begutachten. Der direkte Weg wird es also nicht – Google-Maps ist hier auch nicht informiert – also müssen wir einen Umweg bis zur nächsten Brücke nehmen.

Im Quartier wird geduscht und dann geht es auch schon retour in die Stadt und wir holen uns bei den Ständen unser Abendessen. Pai gilt als Aussteigerdorf für sämtliche “Westler” entsprechend ist auch die kulinarische Vielfalt der Garküchen umfangreicher. Einmal gibt es typisch Thailändisch Pad Thai, einmal einen mexikanischen Wrap und dann wird auch schon der Durst in der Bierbar gestillt.

In Thailand gibt es bis auf die großen Industriellen Klassiker Chang und Leo nur Importbier. Allerdings gibt es trotzdem “thailändisches” Craft-Beer – es wird nur nicht in Thailand gebraut, sondern in Vietnam und wird dann wieder importiert. Die Gesetze schreiben in Thailand nämlich eine Mindestmenge an Ausstoß vor, und das schaffen die kleinen nicht – daher der Umweg über Vietnam.

Da wir nur einen vollen Tag in Pai haben und es einiges in der Umgebung zu sehen gibt das nicht mehr in Fußdistanz liegt, schließen wir uns diesmal einer Tour mit 6 anderen Backpackern an. Transportiert werden wir im Pick-Up, der auf der überdachten Ladefläche beidseitig Bänke montiert hat, zum anhalten am Dach eine Stange damit bei den steilen Straßen niemand hinten raus kugelt.

Wir genießen ein Bad in den 3 natürlichen Pools bei angenehm warmen 34 Grad in der Sai Ngam hot spring und kommen so endlich mal dazu gemütlich mit anderen Reisenden zu plaudern. Weiter geht es die Stiegen hinauf zu einer großen weißen Buddhastatue von wo aus wir die Aussicht auf Pai genießen bevor wir zu einem Wasserfall spazieren.

Den Nachmittag verbringen wir dann zwischen den Reisfeldern auf einer langen Bambusbrücke. Die Bambusbrücke entspricht nicht mehr ganz der traditionellen Bauart und ist schon mit Stahlträgern und Betonpfeilern verstärkt, aber schön ist es hier zwischen den Reisterassen jedenfalls – und die Bambus-Brücke somit auch stabil genug für die Touristen.

Den eher bewölkten Sonnenuntergang beobachten wir dann vom Pai Canyon aus bevor wir heute mal wieder einen Burger-Friday in einem kleinen aber sehr gut besuchten Burgerladen einlegen.