Da Lat und Nha Trang

Von Can Tho geht es mit dem Nachtbus nach Da Lat ins zentrale Hochland auf 1500m. Die kühleren Temperaturen merkt man gleich beim Aussteigen. Aufgrund des milden Klimas war Da Lat bereits unter französischer Herrschaft sowie im Vietnamkrieg ein Ort zur Erholung. In Da Lat ist gerade Flower Festival – die Vorbereitung zählt zur Festivalzeit, somit sehen wir an allen Ecken Gärtner bei der Arbeit, und kaum fertige Blumenarrangements.

Unter Vietnamesen ist der Ort eine beliebte Flitterwochendestination – ganz nachvollziehen können wir das nicht, wenn man am angelegten See entlang flaniert spaziert man auch gleich entlang der Hauptstraße – Idylle kann man ganz unterschiedlich sehen – oder ist es doch einfach nur eine Fehlplanung?

Für uns geht es am nächsten Tag wieder weiter zur Küste nach Nha Trang. Hier beziehen wir eines der unzähligen Hotels in einem Hochhaus mit Pool am Dach. Die Stadt am Strand war wohl ein beliebtes Reiseziel für Russen und auch eine beliebte Party Destination, jetzt ist gerade wenig los.

So angenehm die Ruhe auch ist, leider fährt aufgrund der Nebensaison der Zug unser nächstes geplantes Ziel nicht an und das Busangebot ist mit Ankunftszeiten um kurz nach Mitternacht auch nicht gerade einladend – also geht die Reise gleich etwas weiter Richtung Norden als wir das eigentlich gehofft hätten.

Bangkok

Es ist immer noch heiß, also gönnen wir uns etwas angenehmes Klima im Siam-Shoppingcenter und kaufen die Dinge, die wir vor der Reise nicht mehr geschafft haben: Steckdosenadapter und Kernseife für die Wäsche. Mittags im Foodcourt heißt es aus unzähligen Essensausgaben auszuwählen und dann spazieren wir auf dem erhöhten Walkway entlang und beobachten den Stau von oben.

Wir kommen am stark frequentierten Erawan-Schrein vorbei – ein Schrein, um die Geister des Grundstücks zu vertreiben, da es beim Hotelbau auf dem Grundstück viele tödliche Unfälle gab. Dann kam der Schrein und von da an gab es keine tödlichen Unfälle mehr. 

Erawan-Schrein

Unser nächstes Ziel: Suan Lumphini, ein Park zwischen dem Stau und den Hochhäusern mit künstlichem Teich, der nach der Staustraße eine Beruhigung für den Geruchssinn und die Lunge bildet. Wir hätten uns ja gerne ein Bier gegönnt, allerdings darf zwischen 14:00 und 17:00 kein Bier im Supermarkt verkauft werden, Alkohol also nur bis Mittag und am Abend.

Lumphini Park

Den Tag schließen wir mit der Aussicht auf Bangkok von oben ab. Dafür geht es in eine Bar im 61. Stock. Hier gibt es auch thailändisches Craftbeer, das wir gemeinsam mit der Aussicht, dem Sonnenuntergang und der Skyline bei Nacht genießen.

Sonnenuntergang von der Moon-Bar

Der nächste Tag startet wieder mit einem Tempel: Wat Pho. Hier gibt es einen 45m langen liegenden Buddha zu sehen. Die liegende Position deutet an, dass er gerade ins Nirwana hinübergleitet. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das Tempelgelände vorbei an den 4 Chedi, einer dort untergebrachten Schule und vielen Buddha Statuen geht es auf zum Mittagessen.

liegender Buddha

Danach gibt es Geschichte und Kultur im Museum Siam “Decoding Thainess” und im Anschluss geht es quer durch den Flower Market (Pak Khlong Talat), wo unendlich viele Blumen und lose Blüten verkauft werden. Nach diesen Eindrücken geht es vorbei an den Garküchen fürs Abendessen und wieder retour ins Hostel.

Flower Market

Es ist Tag 5 in Bangkok und da wir inzwischen sogar den Unterschied zwischen normalem Bus (rot 8 Bath) und dem teureren Expressbus (orange 10 Baht) kennen geht es heute Richtung Chinatown. Zuerst gibt es wieder einen Tempel, diesmal ohne Kloster rundherum – das Highlight bildet eine angeblich komplett aus Gold gefertigte Buddha Statue 5,5 Tonnen schwer, 3m hoch im Wat Traimit. Im Anschluss geht es quer durch Chinatown entlang der Soi Wanit. Eine enge Gasse, in der sich Geschäft an Geschäft reiht, die Front entlang der Gasse meist keine 2 Meter breit. Die Gasse selbst ist auch keine 2 m breit, aber Mopeds und Fußgänger sowie die Präsentationstische der Geschäfte finden hier Platz.

Von Chinatown geht es zu Mittag direkt nach Little India zum Nepalesen für köstliches Curry, und dann weiter entlang des Sky Garden bis hin zur katholischen Kirche Santa Cruz – der Abwechlsung halber. Im Anschluss besuchen wir noch den nahegelegenen Tempel Wat Prayurawongsawat Worawihan, bei dem es eine kleine grüne Oase rund um einen Felsen gibt, wo sich Schildkröten, Mönche und wir im Schatten ausruhen.

Schildkröte in Wat Prayurawongsawat Worawihan

Der Bus retour hält sich diesmal nicht an die Route, also steigen wir aus und gehen doch zu Fuß weiter zur Khao San Road, wo wir pünktlich zur Happy Hour in der Hippie de Bar einkehren.

Jetzt geht es auf zu den Garküchen – und diesmal zu einem Stand mit ausschließlich Beschriftung in Thai, wir ordern – fragen noch was es ist – Antwort: spicy. Es war sehr gut, was auch immer es war. Zur Nachspeise holen wir uns noch ein Roti mit Bananen – auch sehr lecker. 

Ankunft in Bangkok

Als wir das Flughafengebäude verlassen haben, waren wir zuallererst einmal überwältigt von der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit. Mit dem Bus, welcher vom Flughafen nonstop ins Zentrum fuhr, haben wir auch recht schnell und einfach unser Hostel erreicht. Innerhalb der Stadt war es gefühlt noch heißer. Nach dem Check-in die Klimaanlage voll aufgedreht, geduscht und die Zähne geputzt.

Die ersten Querungen von Straßen sind ein Erlebnis, bei grünen Fußgängerampeln bleiben die Autos eher nicht stehen, zumindest nicht, wenn nur Rotlicht und Zebrastreifen dazu auffordern. Am Abend gibt’s Frühlingsrollen und WanTans aus der Garküche und dann geht’s müde retour ins Hostel. Ausschlafen.

Den ersten ganzen Tag beginnen wir gleich im Tempel Wat Suthat. Frisch renoviert strahlen die Mosaikverzierungen von der Fassade. Außen ein Laubengang mit Buddhas, in der Mitte der Gebetsraum mit Buddha. Die Locals nehmen sich eine Lotusblume, Kerzen und Räucherstäbchen, beten, entzünden diese und treten dann zum Gebet ein. Kurz vor dem Gebet ziehen auch wir unsere Schuhe aus und schauen uns noch um.

Wat Suthat

Mittags gibt’s Pad Thai in einem kleinen Restaurant am Fluss. Mit der Fähre geht’s weiter in die historische Altstadt von Bangkok zum Tempel Wat Arun. Leider ist der Aussichtsturm derzeit gesperrt, daher sind wir durch die Tempelanlage spaziert und haben uns immer wieder mal in den Schatten gesetzt um die Hitze besser zu verarbeiten.

Tempelwächter in Wat Arun

Am späten Nachmittag haben wir uns wieder Richtung Hostel aufgemacht. Bevor es zu regnen angefangen hat, haben wir uns noch etwas zu essen bei den Garküchen in der Nähe und zwei Bier im 7-eleven um die Ecke gekauft. Den Abend verbringen wir im Hostel mit der weiteren Reiseplanung.

Vorbereitungen

Am 02. September 2022 ist es endlich soweit, wir starten unsere große Reise und fliegen nach Bangkok. Derzeit sind wir jedoch noch am Wohnung ausräumen und treffen die letzten Vorbereitungen…